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Kritik an Bohrungen nach Erdgas

Laut einem Bericht der ‚Ibbenbürener Volkszeitung‘ vom 14. Februar stehen die Stadtwerke Münster den Probebohrungen nach unkonventionellem Erdgas kritisch gegenüber. Im Zuge einer Informationsveranstaltung zeigte sich der Geschäftsführer der Stadtwerke, Dr. Andreas Hoffknecht, skeptisch. Er plädiert dafür, von Erdgasbohrungen im Trinkwassereinzugsgebiet der Stadtwerke abzusehen.

Trinkwasserqualität erhalten

Hoffknecht zeigt sich besorgt aufgrund der möglichen Auswirkungen, die Erdgasbohrungen auf die Trinkwasserqualität haben könnten. Von den bisherigen Plänen wäre direkt das Trinkwassereinzugsgebiet im Naturschutzgebiet Hohe Ward betroffen, da auch in Drensteinfurt Bohrungen durchgeführt werden sollen. Im Zuge der Informationsveranstaltung hielten Markus Knäpper und Jörn Krüger, Mitglieder der Interessengemeinschaft gegen Gasbohren Nordwalder (IGGG), Vorträge, die sich mit dem als ‚Fracking‘ bezeichneten Verfahren auseinander setzten. Bei dem Verfahren wird mit Chemikalien versetztes Wasser in die Gesteinsschichten, in denen das unkonventionelle Erdgas enthalten ist, hineingepumpt. Diese Gemisch bricht die Gesteinsschichten auf, so dass das Gas entweichen kann.

Verfahren mit Risiken

Immer wieder kommen im Zusammenhang mit dem ‚Fracking‘-Verfahren verschiedene Risiken zur Sprache. Zum einen verbleiben, laut Aussage der Referenten, die Chemikalien größtenteils im Untergrund, zum anderen geht davon in gewisser Weise eine Gefährdung der Trinkwasserreserven aus. Zudem geben sie zu bedenken, dass auch an der Oberfläche Verunreinigungen entstehen und radioaktive Stoffe freigesetzt werden könnten. Im Zuge der Gasbohrungen sei auch ein Ausbau der Infrastruktur erforderlich, der wiederum zu größeren Luftemissionen, einer stärkeren Lärmbelästigung und massive Eingriffe in die Natur führen würde. Je Quadratkilometer seien zwischen vier und sechs Bohrplätzen geplant. Straßen und Wasserbecken müssten ebenfalls noch gebaut werden. Zu der Informationsveranstaltung war der Konzern ExxonMobil, der die Bohrungen durchführt, nicht eingeladen. Hoffknecht fordert für die anstehenden Probebohrungen, dass die Umweltverträglichkeitsprüfungen obligatorisch werden und alle Chemikalien, die verwendet werden, offengelegt werden.

geschrieben am: 14.02.2011