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Gasangebot von Tchibo im Test

Der Kaffeeröster Tchibo machte vor Kurzem mit der Ankündigung Schlagzeilen, nun auch Gas zu vertreiben. Bei dem Gas sollte es sich nach Unternehmensangaben um 'klimafreundliches Gas'handeln. Doch nun fand das Frankfurter Verbrauchermagazin Öko-Test heraus, dass es sich bei dem angeblich 'klimafreundlichen Gas' nicht um Gas aus Erneuerbaren Energiequellen, sondern lediglich um herkömmliches Erdgas handele. Dies geht aus einem Bericht der ‚neuen Nordhäuser Zeitung‘ vom 09. Februar hervor.

Vertragsbedingungen sehr gut

Der Test des Verbrauchermagazins Öko-Test hat ergeben, dass die Vertragsbedingungen, die Tchibo für sein ‚klimaschonendes Gas‘ anbietet, sehr gut sind. Die Kunden haben ein monatliches Kündigungsrecht, eine zwölf Monate geltende Preisgarantie sowie keine Mindestvertragslaufzeit. Des Weiteren verzichtet das Unternehmen auf die Erhebung einer Vorauskasse. Trotzdem konnte Tchibo mit seinem Gasangebot in einem Preisvergleich des Online-Dienstleisters Verivox nur mäßig abschneiden. Ein Vergleich zwischen 10 verschiedenen deutschen Großstädten ergab, dass das Gas von Tchibo in manchen Städten teurer ist als der Gasmix, der unterschiedlich hohe Biogasanteile enthält. Anbieter dieses Gasmixes sind unter anderen Lichtblick und Naturstrom. In den deutschen Großstädten Hamburg, Dortmund, Bremen und Frankfurt liegt die Preisdifferenz zwischen dem Tchibo-Angebot und den Alternativen bei rund 30 Prozent.

Tchibo setzt auf Zertifikate-Kauf

Der Kaffeeröster Tchibo bietet sein ‚klimaschonendes Gas‘ in verschiedenen Städten an. Doch nun ergab die Studie des Verbrauchermagazins Öko-Test ebenfalls, dass sich hinter dem als 'klimafreundlichem Gas' deklarierten Gas konventionelles Erdgas, welches größtenteils aus Russland stammt, verbirgt. Tchibo plant allerdings, Zertifikate aus Klimaschutzprojekten in Entwicklungs- und Schwellenländern zu kaufen. Das macht das Gas formal ‚grün‘. Wie das Unternehmen mitteilte, plane man konkret, ein Projekt in Mali zu unterstützen. Bei dem Projekt sollen durch die Herstellung und den Vertrieb effizienter Brennholzkocher die übermäßige Abholzung der Wälder verhindert werden. Die dort erreichten Einsparungen sollen dann die Kohlendioxid-Emissionen, die durch den Verbrauch, die Förderung und den Transport entstehen, vollständig kompensieren. Die Abläufe der Kohlendioxid-Kompensation übernehmen hingegen externe Dienstleister für den Kaffeeröster. Das Unternehmen investiere ausschließlich in Projekte, die mit dem Schweizer Gold Standard Foundation Siegel ausgezeichnet werden. Der TÜV Nord überprüft seinerseits die Verrechnung. Die Verrechnung soll nach dem Standard des TÜV Nord Gütesiegels für klimaneutrale Gasprodukte erfolgen. Auch auf Anfrage von Öko-Test wollte der TÜV Nord jedoch nicht offenlegen, nach welchen Kriterien die Bewertung der Standards erfolgt.

geschrieben am: 09.02.2011