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Runder Tisch zu Erdgasbohrungen von Exxon Mobil

Am Mittwoch bot der Sprecher von Exxon Mobil, Norbert Stahlhut, dem Bürgermeister der Samtgemeinde Spelle einen runden Tisch auf lokaler Ebene zu dem Thema Erdgasbohrungen an. Das Angebot erfolgte im Rahmen eines Gespräches im emsländischen Lünne, wo Exxon Mobil derzeit eine Erkundungsbohrung durchführt. Im Vorfeld war immer wieder Kritik an der mangelnden Informationsverbreitung des Konzerns laut geworden. Zudem hatten sich die Gegner, die ebenfalls an dem runden Tisch beteiligt werden sollen, zuvor in einer gemeinsamen Resolution gegen das Fracking-Verfahren ausgesprochen.

Konzern geht in die Offensive

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu öffentlichen Diskussionen über anstehende Erdgasbohrungen des Energiekonzerns Exxon Mobil. Das Unternehmen ging in die Offensive und kündigte an, enger mit den betroffenen Gemeinden zusammenarbeiten zu wollen. Die Gegner haben sich in einer gemeinsamen Resolution gegen das umstrittene Fracking-Verfahren ausgesprochen. Der zentrale Punkt der Resolution, die von Politikern und der Interessengemeinschaft ‚Schönes Lünne‘ voran getrieben wird, ist die Forderung, eine Umweltverträglichkeitsprüfung vor dem Einsatz der Bohrtechnik durchzuführen. Im Zuge der Bohrung wird bei dem Fracking-Verfahren Wasser, welches mit Chemikalien versetzt ist, in das Gestein gepumpt, um das Gas aus dem Gestein zu pressen. Wie Klaus Söntgerath, Leitender Bergdirektor beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) betonte, habe die Genehmigungsbehörde, ausgehend von der bestehenden Gesetzeslage, nicht die Möglichkeit, der Forderung zu entsprechen. Die Vorgehensweise sei lediglich bei der Förderung und nicht bei der Suche nach potenziellen Vorkommen vorgeschrieben. Seiner Ansicht nach sei die Diskussion trotz allem sinnvoll.

Fracking-Verfahren ist nicht neu

Zwar ist die Suche nach Erdgas in Tiefen bis zu 1.500 Metern in Deutschland vergleichsweise neu, allerdings wird das Fracking-Verfahren, welches umstritten ist, bereits seit 1977 angewendet. Das geht aus dem LBEG hervor. Allerdings räumt Stahlhut ein, dass mit Schiefergas keine Erfahrungen vorhanden sind. Zunächst müsse die Probebohrung erste Daten liefern. Sollte die wirtschaftliche Förderung von unkonventionellem Erdgas möglich sein, komme jedoch das Fracking-Vefahren zur Anwendung. Notwendige Betriebspläne wurden aber noch nicht eingereicht. Aufgrund der öffentlichen Debatte beruft der Konzern einen Arbeitskreis mit unabhängigen Experten ein, der die Arbeiten begleitet. Auf einer Website soll über die Chemikalien informiert werden. Sollte das unabhängige Gremium feststellen, dass eine Gefährdung für die Umwelt oder Menschen besteht, werde der Konzern von der Anwendung absehen. Der Bürgermeister der Gemeinde begrüßte die Schritte von Exxon Mobil. Allerdings bleiben die Gegner nach wie vor skeptisch bezüglich der möglichen Verunreinigungen des Grundwassers und des Erdreichs.

geschrieben am: 03.02.2011