Schwund der EWE-Gaskunden durch Preiserhöhungen

2.2.2011 | Redaktion:

Einem Bericht des ‚General Anzeigers‘ vom ersten Februar zufolge verlor der deutsche Gasversorger EWE im vergangenen Jahr insgesamt rund 27.000 Gaskunden. Wie das Unternehmen betont, seien nicht der Gasstreit, sondern die Gaspreiserhöhungen ausschlaggebend für einen Gasanbieterwechsel gewesen. Insgesamt verließen rund 41.000 Kunden die EWE, allerdings konnte der hohe Schwund teilweise durch neue Vertragsabschlüsse kompensiert werden.

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Schwund der EWE-Gaskunden durch Preiserhöhungen

In Zukunft monatlich rund 2.000 Wechsel



Christian Haferkamp, Vertriebsleiter bei der EWE, macht deutlich, dass ein Großteil der Wechsler aufgrund der angekündigten Gas- und Strompreiserhöhungen gegangen sei. Die Zahl der Kunden, die aufgrund des Gasstreits wegen zu viel bezahlter Gaskosten gegangen seien, bezifferte er auf 6.000 bis 7.000 Gaskunden. Verrechnen man die Zahl derjenigen, die zu einem anderen Versorger gewechselt haben, jedoch mit der Anzahl der Gasverbraucher, die einen neuen Vertrag mit der EWE abgeschlossen haben oder sogar zu dem Versorger zurück gekehrt sind, dann bleibt eine Anzahl von rund 27.000 Gaskunden, die von der EWE weg gegangen sind. Zwar sei die Zahl, verglichen mit dem Gesamtkundenstamm von 750.000 vergleichsweise gering, doch Haferkamp betont, dass es seiner Ansicht nach erstrebenswert sei, die Zahl der Wechsler zu reduzieren. Er macht jedoch ebenfalls deutlich, dass auch zukünftig immer wieder mit Wechseln von der EWE hin zu anderen Gas- und Stromversorgern zu rechnen sei. Das Unternehmen stehe im Wettbewerb mit einer stetig ansteigenden Anzahl von Anbietern. Seiner Rechnung zufolge muss sich das Unternehmen darauf einstellen, dass in den kommenden Jahren damit zu rechnen sei, dass pro Monat rund 2.000 Kunden wechseln. Haferkamp ist sich sicher, dass der bisherige Marktanteil von 91 Prozent nicht haltbar sei.


EWE will Versorgungsgebiet erweitern



Allerdings stellt sich der Gasversorger den Herausforderungen, die der wachsende Wettbewerb mit sich bringt. Haferkamp kündigte an, die EWE werde das Versorgungsgebiet der Gaskunden erweitern. Im Gespräch seien Brandenburg, Niedersachsen und Teile Nordrhein-Westfalens. Außerdem wolle man auf verbesserten Service und gute Produkte setzen. Die EWE lehne hingegen, im Gegensatz zu anderen Gasversorgern, besonders günstige Tarife ab, mit denen neue Kunden gewonnen und Altkunden zu einem Rückwechsel bewogen werden sollen. Durch eine derartige Vorgehensweise entstehe eine Diskrepanz zu den Bestandskunden, da die günstigen Konditionen nur für die Neukunden gelten würden. Das könne man nicht rechtfertigen. Für das laufende Geschäftsjahr geht Haferkamp davon aus, dass sich die Neukunden und die Abgänge die Waage halten werden. Denn die Preiserhebungen, die aus seiner Erfahrung rund 20.000 Kunden zu einem Wechsel bewegen, stehen in diesem Jahr nicht an.

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