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Gasbohrungen bald auch in Witten?

Wie die Ruhrnachrichten am 29. Januar schreiben, plant das Unternehmen Wintershall Probebohrungen nach Gas im Landkreis Ennepe-Ruhr und somit vielleicht auch bald in Witten. Wintershall, eine Tochter von BASF, hat sich Genehmigungen für Probebohrungen im Rheinland und an der Ruhr gesichert. Da sich das Gebiet durch den EN-Kreis zieht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch bald in Witten nach Erdgas gesucht wird.

Landespolitiker diskutieren

Während Wintershall seine Pläne für Probebohrungen vorantreibt, die vielleicht zukünftig auch in und um Witten stattfinden könnten, diskutieren die Politiker auf der Landesebene, ob in Nordrhein-Westfalen überhaupt nach Erdgas gebohrt werden soll. Bislang konnte Wintershall jedoch noch nicht festlegen, in welchen Gebieten nach Erdgas gebohrt werden soll. Nach Angaben von Stefan Leunig, dem Sprecher des Unternehmens, werde derzeit geprüft, wo Untersuchungen überhaupt sinnvoll wären. Dazu werden Gesteinsuntersuchungen durchgeführt, vor allem an Schiefervorkommen an der Oberfläche. Das Unternehmen betont, dass Kernbohrungen, sollten diese stattfinden, nur in einer Tiefe bis zu 200 Metern erfolgen werden. Wintershall werde im Frühjahr bei der Bezirksregierung Arnsberg Anträge auf die Genehmigung von Gesteinsproben und Probebohrungen stellen. Sollten die Genehmigungen erteilt werden, ist als Zeitpunkt für den Beginn der Spätsommer vorgesehen.

Langer Prozess bis zur Ausbeutung der Gasvorkommen

Allerdings weist Julia Beuerlein, eine Sprecherin der Bezirksregierung, darauf hin, dass es unwahrscheinlich ist, dass die Bezirksregierung dem Unternehmen innerhalb dieser drei Monate eine Genehmigung erteilt. Beispielsweise liege der Antrag auf Probebohrungen im Münsterland seit August des vergangenen Jahres vor und eine Genehmigung sei noch nicht erfolgt. Von dem Unternehmen wurde eine wasserrechtliche Genehmigung gefordert, weshalb sich die Bearbeitung weiter verzögert. Der Zeitplan von Wintershall für den EN-Kreis ist ausgehend von diesen Informationen kaum zu halten. Die Antragsprüfung erfolge laut Beuerlein sehr sorgfältig und ohne jeglichen Zeitdruck. Und auch wenn es zu ersten Probebohrungen komme, sei die eigentliche Förderung noch in weiter Ferne, betont Stefan Leunig. Die ersten Bohrungen sollen lediglich belegen, ob in dem Gestein überhaupt Anhaltspunkte für Schiefergas seien. Erst wenn erwiesen ist, dass in dem Gestein Gas enthalten ist, kommt es zu weiteren Probebohrungen, die wiederum genehmigt werden müssen. Die Ergebnisse der Voruntersuchungen würden dann wiederum sorgfältig ausgewertet. Im Vordergrund der Untersuchungen stehen immer die Fragen, ob eine Ausbeutung der jeweiligen Vorkommen ökologisch vertretbar und ökonomisch sinnvoll sei.

geschrieben am: 30.01.2011