Gasförderung vergiftet Boden

9.1.2011 | Redaktion:

Wie das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Hannover gegenüber dem NDR Wirtschafts- und Verbrauchermagazin Markt bestätigten, sind in Niedersachsen bei der Erdgasförderung giftiges Quecksilber und aromatische Kohlenwasserstoffe in das Erdreich eingedrungen. Auch das Grundwasser ist von den Vergiftungen betroffen. Nach Angaben der zuständigen Behörde seien neun unterschiedliche Orte betroffen. Insgesamt mussten rund 2.500 Kubikmeter des verunreinigten Bodens ausgehoben, entsorgt und ersetzt werden.

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Gasförderung vergiftet Boden

Erste Störung bei Erdgasförderung



Bereits seit Jahrzehnten fördert der amerikanische Energiekonzern Exxon Mobil Erdgas in Niedersachsen. Bislang seien keine Störungen aufgetreten, teilte der Konzern mit. Allerdings ergaben Recherchen des NDR, dass es bei dem Erdgasfeld in Söhlingen im Landkreis Rotenburg/Wümme schon neun Leckagen an einer Erdgasleitung gegeben habe. Die Leitung diente zum Wassertransport. Das Wasser war aus dem Gas herausgefiltert, es handelte sich um sogenanntes Lagerstättenwasser. Durch die Lecks in der Wasserleitung gelangten giftige Stoffe, wie Quecksilber oder auch aromatische Kohlenwasserstoffe, in das Erdreich sowie in das Grundwasser. Prof. Hermann Kruse, Toxikologe von der Universität Kiel, äußert sich besorgt über die im Zuge der Erdgasförderung auftretenden giftigen Stoffe. Diese seien gesundheitsgefährdend.


ExxonMobil gibt Schaden zu



Ebenfalls auf Nachfrage bestätigte der Konzern ExxonMobil, dass der Schaden im Erdgasfeld Söhlingen wirklich aufgetreten ist. Der Konzern gibt weiterhin zu, dass rund 2.500 Kubikmeter des verunreinigten Bodens ausgetauscht werden mussten. Zudem war eine Reinigung des Grundwassers im Boden der verunreinigten Schadstellen erforderlich, da das Lagerstättenwasser in das Grundwasser eingedrungen war. Kritik an dem intransparenten Umgang von ExxonMobil sowie der zuständigen Behörde mit dem aufgetretenen Störfall bei der Erdgasförderung äußerte der Bundestagsabgeordnete Oliver Fischer von der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Mit dem 1940 beschlossenen Bergrecht haben Konzerne, wie beispielsweise ExxonMobil, das Recht, weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit Erdgas zu fördern.

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