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RWE-Tochter veräußert Ferngasnetz

Für einen kolpotierten Verkaufspreis von rund einer Milliarde Euro hat die RWE-Tochter Thyssengas das Ferngasnetz an die australische Investmentbank Macquarie verkauft. Dies gaben die beiden Unternehmen am Freitag bekannt. RWE folgt mit dem Verkauf einer Forderung des EU-Kommission, die dadurch mehr Wettbewerb auf dem Markt erreichen will. Der Verkauf wurde bereits 2008 angekündigt. RWE konnte dadurch einer EU-Kartellstrafe entgehen.

Macquarie Zuschlag erhalten

Etwas überraschend setzte sich die australische Investmentbank bei dem Verkauf des Ferngasnetzes der RWE-Tochter Thyssengas durch. Weitere Bieter waren unter anderem ein Stadtwerke-Konsortium um den Versorger Bayerngas, welchem zudem ein Infrastrukturfond der Allianz zur Seite stand sowie eine Immobilientochter der Deutschen Bank, PREEF und Flyxus, ein belgischer Pipelinebetreiber. Unter Branchenkennern wird der Wert des rund 4.100 Kilometer langen Netzes aus Erdgaspipeline in Nordwestdeutschland auf rund 500 Millionen Euro geschätzt. Ausgehend von Aussagen anderer Konkurrenten beim Verkauf war nicht allein der gebotene Kaufpreis sondern auch die weitere Strategie bei der Entscheidung, wer den Zuschlag erhalte, entscheidend.

Jährlich rund 10 Milliarden Kubikmeter Gas transportiert

Macquarie teilte ebenfalls am Freitag mit, dass das Institut ohne die Zustimmung des RWE-Aufsichtsrates, der Kartellbehörden sowie der EU-Kommission keine weiteren Angaben zu der Sache machen werde. Bisher liefen durch das Ferngasnetz von Thyssengas jährlich rund zehn Milliarden Kubikmeter Gas. Angeschlossen sind 56 Betreiber örtlicher Verteilnetze für Gas, die wiederum in der Summe rund 900 Millionen Privathaushalte mit Erdgas beliefern. Rund 150 Industriekunden erhielten ebenfalls Gas von Thyssengas.

geswchrieben am: 05.12.2010