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Trinkwassergefährdung durch Gasbohrung?

Die Probebohrungen nach unkonventionellem Erdgas durch den Energiekonzern ExxonMobil ziehen Wellen der Kritik auf sich. In Drensteinfurt, gelegen im Münsterland, soll eine von zehn Probebohrungen durchgeführt werden. Allerdings regt sich Widerstand. So kündigten einige Anwohner aus Drensteinfurt an, eine Bürgerinitiative gegen die Pläne des Konzerns zu bilden. Bisher liegen jedoch noch keine formellen Anträge für die Genehmigung der Probebohrung vor, teilte die Stadtverwaltung mit.

Heimische Energiequellen sollen erforscht werden

ExxonMobil kündigte kürzlich an, Probebohrungen für die Suche nach unkonventionellem Erdgas in Drensteinfurt durchführen zu wollen. Angewendet werden soll das sogenannte Fracking-Verfahren. Dabei werden chemische Substanzen zur Förderung des Gases genutzt. Allerdings treten bei diesem Verfahren Probleme auf, da sich die chemischen Substanzen nicht vollständig heraus filtern lassen und somit in das Grundwasser gelangen. Eine Vermischung mit dem Trinkwasser, wie beispielsweise in den USA, kann nicht vollständig ausgeschlossen werden. Nun müssen sich, nachdem bisher nur die geplante Bürgerinitiative Protest angemeldet hat, auch Bürgermeister Paul Berlage und der Vorstandsvorsitzende der Gelsenwasser AG, Dr. Manfred Scholle, intensiver mit dem Thema auseinander setzen. Die Stadtverwaltung wies darauf hin, dass zwischen den beiden Vertretern Einigkeit darüber herrschte, auch die heimischen Energiequellen zu untersuchen und gegebenenfalls zu nutzen. Dies sei energiepolitisch sinnvoll.

Gefährdung von Trink- und Grundwasser ausschließen

Sowohl Berlage als auch Scholle machten hingegen deutlich, dass eine Gefährdung des Grund- und Trinkwassers ausgeschlossen werden müsse, bevor mit der Nutzung heimischer Energiequellen begonnen werden könnte. Erst dann könnte die notwendige Genehmigung auch erteilt werden. In der Verwaltungsmitteilung heißt es zudem, dass sich ExxonMobil für die Einrichtung eines runden Tisches mit allen Beteiligten ausgesprochen habe, nachdem die umfangreiche Kritik laut wurde. Ziel ist es, mit unabhängiger und wissenschaftlicher Hilfe die geplanten Schritte zu bewerten. Zudem sei die Offenlegung aller relevanten Schritte geplant, so Scholle. Sobald dann der Antrag auf eine Probebohrung absehbar sei, müsse sich der Energiekonzern in einem öffentlichen Termin kritischen Fragen der Öffentlichkeit stellen, nachdem das Projekt vorgestellt worden ist. Berlage machte deutlich, dass sich die Stadt, auch wenn sie nicht für die Genehmigung zuständig ist, als kritischer Begleiter des Projektes engagieren will. Er wünscht sich einen ersten Termin für die kritische Auseinandersetzung bereits für den Beginn des Jahres 2011.

geschrieben am: 03.12.2010