E.ON stößt Gazprom-Anteile ab

2.12.2010 | Redaktion:

Wie E.ON am Mittwoch mitteilte, hat das Unternehmen nach mehr als zehn Jahren seine Gazprom-Anteile für rund 3,4 Milliarden Euro verkauft. E.ON Ruhrgas war mit einer Beteiligung von 3,5 Prozent der größte ausländische Aktionär. 2,7 Prozent der Anteile gingen nach Unternehmensangaben an die staatliche russische Vnesheconombank (VEB). Die restlichen Anteile wurden über die Börse verkauft. Vor dem endgültigen Verkauf hatte E.ON seine Beteiligung bereits von 6,5 auf 3,5 Prozent verringert.

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E.ON stößt Gazprom-Anteile ab

Partnerschaft mit Gazprom bleibt weiterhin bestehen



E.ON Ruhrgas, seit 2003 ein Tochterunternehmen des deutschen Energiekonzerns E.ON, setzt auch weiterhin auf die Partnerschaft zu dem russischen Gasmonopolisten Gazprom. Die Partnerschaft bestehe bereits seit den 70er Jahren. Um die Jahrtausendwende beteiligte sich E.ON Ruhrgas dann mit einem Anteilskauf an Gazprom. Nach Unternehmensangaben sollte dadurch die Partnerschaft vertieft und weiter ausgebaut werden. Eine enge Verbundenheit bestehe auch weiterhin, da die beiden Unternehmen gemeinsam an einigen Großprojekten mitwirken. Beispielsweise planen die Konzerne die Erschließung eines großen Erdgasfeldes in Westsibirien oder den Bau der North Stream Pipeline in der Ostsee.

Starker Konkurrenzdruck



Starke Konkurrenz erfuhr E.ON Ruhrgas in den letzten Jahren von Wintershall, der Tochter des deutschen Chemiekonzerns BASF. Zwar hatte sich das Unternehmen nie direkt bei dem russischen Gaskonzern eingekauft, jedoch gingen Wintershall und Gazprom mit der Wingas ein Joint Venture ein. Darüber erlaubte Wintershall Gazprom den Vertrieb des russischen Gases in Deutschland. E.ON gibt als Gründe für den vollständigen Verkauf der Gazprom-Anteile einen vollständigen Wandel der Unternehmensstrategie an. Die Zukunft liege in den asiatischen und südamerikanischen Märkten, die als besonders aufstrebend gelten. Die Russland-Strategie solle sich im Grunde zwar nicht ändern, allerdings sollen durch die Gewinne aus dem Verkauf weitere Investitionen getätigt werden.

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