Weitere Gasbohrung im Münsterland?

24.11.2010 | Redaktion:

Der Energiekonzern Exxon Mobil plant, die Suche nach Erdgas im Münsterland weiter auszubauen. Bislang hatte das Unternehmen die Genehmigung für eine Bohrung in Nordwalde beantragt, nun möchte der Energielieferant auch in Borken eine Erdgasbohrung in rund 2.000 Metern Tiefe vornehmen. Für jeweils einen Bohrplatz werden Kosten in einer Höhe von rund zwei Millionen Euro veranschlagt.

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Weitere Gasbohrung im Münsterland?

Kritiker befürchten negative Auswirkungen



Nachdem sich die Bevölkerung in Nordwalde anfangs stark gegen die Bohrpläne von Exxon Mobil zur Wehr gesetzt hatte, stimmte der Rat der Stadt nun doch der Probebohrung nach Erdgas zu. Dies teilte Bürgermeisterin Sonja Schemmann mit. Zuletzt hatte sich eine Interessengemeinschaft gegen die Pläne gegründet, denn die Kritiker befürchten durch die Bohrung negative Auswirkungen auf die Umwelt und die Anwohner. So weist Rudolf Fischer von der UWG-Ratsfraktion in Nordwalde beispielsweise darauf hin, dass die Erdgasproduktion aus Kohleflözen bisher wenig erprobt ist. In dicht besiedelten Gebieten verbiete sich zudem die Testung experimenteller Methoden im Bergbau. Norbert Stahlhut, Leiter der Unternehmenskommunikation der ExxonMobil Production Deutschland GmbH, zeigt sich verständnisvoll und erklärt, dass das Unternehmen versuche, die Bedenken durch aktive Aufklärung vor Ort aus dem Weg zu räumen. Zudem sei nicht klar, ob es überhaupt zu einer Erdgasförderung komme, nachdem sie Probebohrung durchgeführt wurde.


Bohrantrag wartet auf grünes Licht



Für den Beginn der ersten Bohrung in Nordwalde muss die Bezirksregierung Arnsberg noch grünes Licht erteilen. Erst dann können sowohl der Konzern als auch die Kommunen Gewissheit darüber erlangen, ob wirklich Erdgas vorhanden ist. Das Antragsverfahren für Nordwalde läuft bereits, es fehlen lediglich noch ein paar Stellungsnahmen. Sollte die Bezirksregierung dem Antrag stattgeben, soll bereits im Januar des kommenden Jahres mit den Bohrungen begonnen werden. Für Borken ist jedoch der Antrag noch nicht eingereicht worden. Doch eines ist klar, die Erdgasbohrung würde sich für die Stadt Borken in jedem Fall lohnen. Denn das Unternehmen Exxon Mobil müsste neben einer Förderabgabe an das Land zusätzlich eine Gewerbesteuer an die Stadt entrichten. Die Suche nach Kohleflözgas erfolgt auf einer gepachteten Fläche, die in Nordwalde rund 3.000 Quadratmeter umfasst. Ein stabiles Fundament sowie ein 25 Meter hoher Bohrturm werden errichtet. Das Unternehmen sorgt zudem für die angemessene Entsorgung der anfallenden Flüssigkeiten. Nach Unternehmensangaben dauert eine Bohrung zwischen vier und sechs Wochen, in welchen Tag und Nacht gearbeitet wird. Sollte die Lärmbelästigung zu hoch sein, werden Lärmschutzmaßnahmen, wie ein Schallschutz, eingerichtet, versichert Stahlhut.

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