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Einspruch gegen Gas-Dampf-Kraftwerk

In Klagenfurt ist der Bau eines neuen Gas-Dampf-Kraftwerks geplant. Nun hat jedoch der Kärntner Naturschutzbeirat Einspruch gegen das Bauvorhaben eingelegt. Als Begründung gibt der Naturschutzbeirat an, der Umweltverträglichkeitsprüfungs-Bescheid, der vor Kurzem erstellt wurde, sei in wesentlichen Punkten nicht nachvollziehbar. Dies teilte Naturschutzreferent LHStv. Uwe Scheuch (FPK) am Dienstag in einer Aussendung mit.

Bedarf für neues Gas-Dampf-Kraftwerk

Das ein neues Gas-Dampf-Kraftwerk benötigt wird, dass scheint außer Frage zu stehen. Denn bereits 2015 soll das derzeitige Fernheizkraft Klagenfurt außer Betrieb genommen werden. Dieses wird mit Schweröl betrieben. Zudem ist der Verbund auf den Strom angewiesen. Denn in Österreich herrscht ein Nord-Süd-Gefälle bei der Stromerzeugung, welches durch den Bund ausgeglichen werden muss. Deshalb beteiligt sich der Bund an dem Projekt zu dem Bau des neuen Gas-Dampf-Kraftwerks. Er ist darüber hinaus zur Hälfte an der Energie-Tochter der Stadtwerke Klagenfurt beteiligt. Bereits Mitte September hatte die Landesregierung in Kärnten den positiven UVP-Bescheid erhalten, welcher viereinhalb Jahre in Anspruch genommen und rund fünf Millionen Euro gekostet hat. Die Gegner hatten vor allem eine Zunahme der Nebeltage durch das neue Gas-Dampf-Kraftwerk geltend gemacht. Zudem sei eine höhere Luftbelastung im Klagenfurter Becken zu befürchten, so die Gegner des Kraftwerks.

Schwerwiegende Bedenken des Umweltschutzbeirats

Der Betreiber des Projektes will in das neue Gas-Dampf-Kraftwerk rund 330 Millionen Euro investieren. Das Kraftwerk soll im Osten Klagenfurts entstehen und ungefähr 400 Megawatt Strom und 200 Megawatt Fernwärme erzeugen. An die Realisierung des Vorhabens sind annähernd 300 Auflagen gebunden, welche die Betreiber erfüllen müssen. Diese sind in dem fast 100 Seiten starken Bescheid zusammengefasst. Allerdings sind die Auflagen sowohl dem Umweltschutzbeirat als auch den ebenfalls Einspruch erhebenden Gemeinden Ebenthal und Magdalensberg nicht umfassend genug. Scheuch teilte mit, dass er die Bedenken nicht teilen könne, jedoch den mehrheitlich gefassten Beschluss akzeptiere. Die Bedenken des Beirats richten sich jedoch nicht ausschließlich gegen den Bau des Kraftwerks, sondern unter anderem auch gegen die Beweisführung der UVP-Behörde in Bezug auf die Abschätzung möglicher zusätzlicher Nebeltage durch den emittierten Wasserdampf des Gas-Dampf-Kraftwerks. Zudem vermutet der Beirat bei der Bildung von Stickstoffdioxid höhere Werte, als die Behörde annimmt. Weitere Kritikpunkte sind die Ausführungen und Ergebnisse im Bereich der Umweltmedizin bezüglich eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes und im Bereich des Landschaftsbildes.

geschrieben am: 10.11.2010