Erdgas als Stromerzeuger ohne Zukunft?

9.11.2010 | Redaktion:

Erdgas hat derzeit einen Boom. Doch dieser könnte in Deutschland bald an seine Grenzen stoßen. Denn in dem Energiekonzept der Bundesregierung spielt der Rohstoff Erdgas eine lediglich untergeordnete Rolle. Bis zum Jahr 2050 soll Erdgas als Energieträger für die Stromerzeugung vollständig wegfallen. Stattdessen werden lediglich die Laufzeitverlängerungen der deutschen Atomkraftwerke sowie die erneuerbaren Energien und deren Zukunft thematisiert.

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Erdgas als Stromerzeuger ohne Zukunft?

Erdgas fällt durch das Raster



Ein Indiz dafür, dass Erdgas, egal ob es sich um konventionelles Erdgas oder die alternativen Erdgasarten, wie beispielsweise das Schiefergas, durch das Raster der Bundesregierung fällt, ist die Tatsache, dass die Erdgaspipeline-Projekte Nabucco und South Stream lediglich kurz stichwortartig erwähnt werden. Das Energiekonzept der Bundesregierung baut auf dem sogenannten Energieszenario der Forschungsinstitute Prognos, EWI und GWS auf. Aus diesem geht hervor, dass die Bruttostromerzeugung, die auf deutsche Gaskraftwerke zurückgeht, zurzeit bei 87 Terrawatt liegt. Bis 2030 soll sich der Wert auf ein Drittel reduziert haben und bis 2050 kein Strom mehr in deutschen Gaskraftwerken erzeugt werden.

Kritische Stimmen in der deutschen Wirtschaft



Nicht alle sind mit diesem Szenario einverstanden. Vor allem die deutsche Wirtschaft übt Kritik an dem Energiekonzept der Bundesregierung. Peter Blauwhoff, Deutschlandchef des Shell-Konzerns, mahnt an, dass man Erdgas als einen bezahlbaren und sicheren Rohstoff nicht außer Acht lassen dürfe. Zudem könne mit Erdgas eine klimafreundliche Energieversorgung gewährleistet werden. Nach Ansicht einiger Vertreter der energieintensiven Unternehmen habe Erdgas in Berlin keine ausreichende Lobby und könne sich aus diesem Grund in dem Energiekonzept nicht durchsetzen. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass vor allem das unkonventionelle Erdgas, wie Schiefergas, zwar wirtschaftlich vorteilhaft, jedoch ökologisch nicht unumstritten ist.

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