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Türkisch-bulgarische Gasnetzverbindung

Die Türkei und Bulgarien planen den Bau eines Verbindungsstückes zwischen den landeseigenen Erdgas-Pipelines. Auf diese Weise soll die Nabucco-Pipeline geschlossen werden. Vor allem Bulgarien ist an dem Bau interessiert, denn schon einmal hatte das Land in dem schwelenden Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine das Nachsehen. Nabucco soll nun aber Gas aus dem Kaspischen Raum über die Türkei nach Europa bringen. Alle Seiten erhoffen sich ein Stück mehr Unabhängigkeit von den russischen Gaslieferungen.

Verbindung der beiden Gasnetze

Erst kürzlich erklärten der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip ErdoÄŸan und sein bulgarischer Amtskollege Boiko Borissov in Sofia, dass die beiden Länder ihre Gasnetze miteinander verbinden wollen. Gleichzeitig soll der Bau der Nabucco-Pipeline vorangetrieben werden. Bulgarien hatte bislang mehrfach von der Europäischen Union Finanzmittel zugesprochen bekommen, mit denen Gasleitungen nach Griechenland, in die Türkei sowie nach Rumänien gebaut werden sollten. Das Land sollte sich von den Streitigkeiten zwischen der Ukraine und Russland befreien, bei welchen die Gaslieferungen nach Bulgarien immer wieder ins Stocken kommen oder ganz ausbleiben. Allerdings haben die Vorhaben bislang lediglich Projektstatus.

Nabucco verzögert sich

Die Entscheidung über den Bau der Nabucco-Pipeline verzögert sich ach neuesten Erkenntnissen auf das kommende Jahr. Nachdem die Entscheidung ursprünglich in der ersten Hälfte 2010 fallen sollte und auf die weite Jahreshälfte verschoben wurde, kann dieser Termin erneut nicht realisiert werden. Allerdings hat die Europäische Union den sechs Teilnehmergesellschaften in der Summe bereits 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das bulgarische Unternehmen Bulgargaz und der türkische Energiekonzern Botas wollen ihre Anteile an der Summe nutzen, um das Verbindungsstück zwischen den beiden Gasnetzen zu bauen. Das Stück wird aller Voraussicht nach eine Länge von rund 76 Kilometern haben. Beide Länder sind sich einig, dass die Gasleitung zum einen qualitativ hochwertig sein müsse und dass zum anderen die Beziehungen zwischen den beiden Staaten wieder aufgefrischt werden sollen. Deshalb werden Ende Oktober die vor sieben Jahren gestoppten Stromexporte aus Bulgarien in die Türkei wieder aufgenommen. Wie die türkei-freundliche Politik von Borissov innenpolitisch aufgenommen wird, wird sich aber erst noch zeigen.

geschrieben am: 10.10.2010