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Erdgas aus Borkenwirthe?

Am Donnerstagabend gab Norbert Stahlhut, Unternehmenssprecher von Exxon Mobil, bekannt, dass das Unternehmen im Frühjahr 2011 mit den ersten Bohrungen nach Erdgas in Borkenwirthe beginnen wolle. Zunächst wolle man eine Kernbohrung durchführen, die erste Erkenntnisse bezüglich der geologischen Beschaffenheit sowie der Ergiebigkeit zulassen soll. Das Unternehmen befinde sich stets auf der Suche nach neuen Erdgasquellen. Bisher produziere Exxon Mobil rund 15 Prozent des Erdgases für den deutschen Markt auch in Deutschland.

Nadelstiche in der Oberfläche ausführen

Auf der Suche nach neuen Erdgasvorkommen innerhalb Deutschlands begibt sich Exxon Mobil auf die Suche außerhalb Niedersachsens. Dort werden ungefähr 95 Prozent der deutschen Erdgasvorkommen vermutet. Wie Stahlhut am Donnerstagabend in Borkenwirthe mitteilt, gehört die Stadt zu einem Versuchsgelände, welches sich von Osnabrück über Nordwalde erstreckt. Um jedoch nicht unnötig viele Bohrungen durchführen zu müssen, versuche man, gezielte Nadelstiche auszuführen. Das bedeutet, dass in Regionen, in welchen allen voran Gas vermutet wird, erste Kernbohrungen gemacht werden, die dann Aufschluss sowohl über die Beschaffenheit als auch über die Ergiebigkeit gegen sollen. In Borkenwirthe vermute das Unternehmen Kohleflözgas, welches wahrscheinlich nicht in großen Hohlräumen zu finden sei, sondern an oder in Gestein gebunden ist. Bevor die Bohrungen ausgeführt werden müssen, benötigt das Unternehmen jedoch immer erst eine Genehmigung sowie eine geeignete Testfläche. Für die Genehmigung der Bohrung in Borkenwirthe ist Bergbehörde die Bezirksregierung Arnsberg zuständig.

Öffentlichkeitsarbeit vor Ort

Wie in Borkenwirthe befindet sich ein Teil der Mitarbeiter von Exxon Mobil gerade auf einer Aufklärungstour. Die Mitarbeiter stehen in rund einhundert Gemeinden, die sich in dem Versuchsgelände befinden, Rede und Antwort und geben den Bewohnern die Möglichkeit, so mehr über die Förderung und deren Folgen zu erfahren. In Borkenwirthe solle noch im Oktober eine Anliegerversammlung stattfinden, bevor das Testgelände rund acht Wochen für die Kernbohrungen hergerichtet werde. Die eigentlichen Bohrarbeiten dauern dann zwischen vier und sechs Wochen. Bislang steht nicht fest, ob überhaupt Erdgas gefunden wird. Stahlhut rechnet damit, dass bis spätestens 2015 Erkenntnisse darüber vorliegen, ob und wann und wie viel Erdgas und vor allem wo gefördert werden könne. Die Borkenwirther müssen sich auf einen durchgängigen Betrieb in der Förderanlage einstellen. Man versuche jedoch, betonte der Unternehmenssprecher, die Lärm- und Lichtbelästigung so gering wie möglich zu halten.

geschrieben am: 08.10.2010