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Gazprom bekommt innerrussische Gaskonkurrenz

Der bisherige russische Gasmonopolist muss sich zukünftig einer wachsenden Konkurrenz stellen. Vor allem der russische Gaslieferant Rosneft fordert, dass das Exportmonopol von Gazprom beendet werde. Rosneft wolle, wie der Unternehmenspräsident Eduard Chudainatov ankündigte, ebenfalls Gas nach China absetzen. Vorreiter für die langsame Zerschlagung des Gazprom-Monopols ist der russische Flüssiggasanbieter Novatek. Das Unternehmen hatte sich im Juni das Recht erstritten, Flüssiggas, gegen eine geringe symbolische Abgabe, ins Ausland zu verkaufen. Roseft will nun diesem Beispiel folgen.

Russischer Gasabsatzmarkt gerät in Bewegung

Gazprom, der bisherige russische Gasmonopolist muss sich einer immer weiter wachsenden Schar von Konkurrenten stellen. Nachdem sich im Sommer der Flüssiggasversorger Novatek das echt erstritt, Flüssiggas ans Ausland zu liefern, will nun ein weiterer russischer Gasversorger das Recht beanspruchen. Rosneft drängt nach China, um dort die zahlreichen Gasreserven zu verkaufen. Bislang hatte Gazprom ein Monopol auf den Gasexport, so dass die anderen russischen Gasversorger gezwungen waren, Gas zu dem günstigen Inlandspreis an Gazprom zu verkaufen. Lediglich bestimmte Mengen an Gas durften exportiert werden. Zudem waren die russischen Ölfirmen gezwungen, das als Begleitgas entstehende Gas abzufackeln. Je nachdem, welche Quelle zitiert wird, entspricht dies einer Menge von einem Fünftel bis zu der Hälfte des deutschen Gasverbrauchs. Für Rosneft hatte die Politik von Gazprom Folgen. Das Unternehmen besitzt Gasreserven von ungefähr 816 Milliarden Kubikmeter Gas. Da die Verkäufe stark reglementiert waren, konnte das Unternehmen im vergangenen Jahr lediglich rund 10,5 Milliarden Kubikmeter Gas fördern.

Rosneft als Vorreiter für andere Gasunternehmen

Dmitri Absalow, Gasexperte des Moskauer Zentrums für Politische Konjunktur, erklärt, dass Rosneft dieselben Präferenzen wie Novatek will. Er ist der Ansicht, dass das Unternehmen, sollte es den Widerstand Gazpoms wirklich brechen können, ein Vorbild für andere russische Gasversorger sein werde, die diesem nach streben werden. Neben den Gasversorgern werden dann auch die Ölkonzerne aktiver. China soll für diese neuen Entwicklungen der geeignete Markt sein. Neben Rosneft halfen die Chinesen auch dem russischen Unternehmen Transneft mit verschiedenen Krediten aus. Außerdem wurde in der vergangenen Woche eine Vereinbarung zwischen Russland und China unterschrieben, laut derer das Land der Mitte ab 2015 mit russischem Gas beliefert werden soll. Das Land ist für den russischen Gasexport aus einem Grund besonders interessant. Russische Experten erwarten einen weiterhin ansteigenden Gasbedarf Chinas. Die letzte Hürde, die zwischen den beiden Ländern genommen werden muss, ist der Gaspreis. Über diesen konnten in den vergangenen sechs Jahren keine Einigungen erzielt werden.

geschrieben am: 04.10.2010