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Energiegenossenschaften sollen Gaspreis regulieren

Günther Oettinger, EU-Energiekommissar, fordert, die Europäische Union solle sich beim Gaskauf zu Energiegenossenschaften zusammenschließen und somit die Gaspreise auf diesem Weg regulieren. Vor allem bei russischem Gas wolle man erreichen, dass die Gaspreise einheitlich ausfallen. Bislang wurde von fast jedem europäischen Land ein anderer Gaspreis für die gleiche Menge Gas verlangt. Für einen einheitlichen Gaspreis sei jedoch eine gemeinsame europäische Außenpolitik erforderlich. Deshalb fordert Oettinger die EU auf, in Einkaufsgenossenschaften aufzutreten.

Einheitlicher Einkaufspreis für Gas für gesamte EU

Zur Unterstützung seiner Argumentation verwies Günther Oettinger auf folgenreiche Zahlen. Derzeit würde ein Viertel des europäischen Gasbedarfs durch russische Gaslieferungen gedeckt. Die Abhängigkeit von Russland variiere dabei innereuropäisch. Es gäbe Länder, die bis zu 90 Prozent ihres Erdgasbedarfs von den Russen decken lassen. Außerdem seien einige europäische Staaten von überteuerten Gaspreisen betroffen. Vor allem Lettland müsse außerordentlich hohe Gaspreise zahlen. Oettinger verweist darauf, dass eine gemeinsame europäische Außenpolitik eben auch solche Länder vor den hohen Gaspreisen schützen könne, die zurzeit mehr als andere zahlen müssten. Deshalb fordert er Einigkeit innerhalb der EU gegenüber Russland.

Der russische Einfluss soll nicht weiter steigen

Die russische Energiepolitik ist für Oettinger bereits seit längerem ein rotes Tuch. Er plädiert dafür, die Abhängigkeit von den russischen Gaslieferungen zu verkleinern. Ein erster Schritt wäre seiner Meinung nach die Diversifizierung der europäischen Gasquellen. Je mehr Gasquellen die EU mit Gas belieferten, desto geringer wäre die Abhängigkeit von den einzelnen Quellen. Zwar fordert Oettinger von Seiten Russlands Verständnis dafür, dass sich Europa nach neuen Lieferländern für Gas umsieht, allerdings wird diese Forderung wohl nicht erfüllt. Wie die Diskussion um die Nabucco-Pipeline zeigt, lassen sich die Russen ihren Einfluss nicht so leicht streitig machen. Bislang bezieht Europa zusätzlich Gas aus Norwegen und Algerien und erhält aus dem Persischen Golf Flüssiggas.

geschrieben am: 21.9.2010