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Gasressourcen sorgen für neuen Nahost-Konflikt

Die politische Lage im Nahen Osten ist generell äußerst angespannt. Allerdings gehen die Ursprünge auf einen alten Konflikt zurück. Dieser könnte jedoch erneut angefacht werden. Denn Israel hat im östlichen Mittelmeer Erdgas gefunden. Der Libanon erhebt allerdings auch Ansprüche auf das große Erdgasvorkommen, die die Hizbollah zur Not mit Gewalt durchsetzen will.

Israel auf neuen Wegen

Bereits vor zwei Jahren hat Israel im östlichen Mittelmeer zwei Erdgasfelder, Tamar und Damit, entdeckt, die nach Ansicht des Landes schon ab 2012 wirtschaftlich nutzbar sein. Zu Beginn des Jahres 2010 kam ein weiteres Erdgasfeld hinzu, Leviathan, welches die sechsfache Größe der Hauptstadt Tel Aviv hat. Die Erschließung der Gasfelder hat bereits begonnen und wird durch ein amerikanisch-israelisches Unternehmen geleitet. Doch nun behauptet der Libanon, die Felder befänden sich im Hoheitsgebiet des Nachbarlandes von Israel. Der zwischenzeitlich ruhende Nahost-Konflikt könnte als ein Streit um die neue Ressource wieder aufflammen. Israel bestreitet den Anspruch. Die Gründe für die Unstimmigkeiten zwischen den beiden Ländern liegen in der unklaren Grenzziehung auf See. Denn bis heute existiert keine eindeutige Grenzziehung auf der Seeseite. Die Länder begnügen sich derzeit mit der Waffenstillstandslinie, die 1949 entstand, da es keinen Friedensvertrag gibt. Die auf Umweltfragen im Nahen Osten spezialisierte NGO Green Prophet schreibt, dass diese Entdeckungen für Israel ein großer Gewinn wären. Denn bisher war das Land immer von ausländischen Gaslieferungen, vor allem aus Ägypten, angewiesen. Israel könnte selber zum Exporteur werden, an dessen Gas vor allem Europa sowie die Länder China, Südkorea sowie Japan interessiert sein dürften.

Erdgasbohrungen könnten gefährlich werden

Was genau passiert, wenn sich die Lage zwischen den beiden Ländern, die sich offiziell im Kriegszustand befinden, zuspitzt, kann niemand genau sagen. Klar ist, dass Israel die Ressourcen entdeckt hat und der Libanon über keine Gesetzesbasis bezüglich der Öl- und Gassuche vor der Küste sowie allfälliger Besitzverhältnisse und –ansprüche. Das hat zur Folge, dass kaum ein Unternehmen von Seiten des Libanons, bereit sein dürfte, dort zu bohren. Zumal Israel, wie angekündigt, die Felder auch mit Gewalt verteidigen würde. Der libanesische Wirtschaftsprofessor Louis Hobeika verweist hingegen darauf, dass das Problem lediglich dazu genutzt werde, andere Missstände zu verdecken. Besonders zu schaffen macht dem Land die Inkompetenz der Beamten, die Korruption sowie die Missstände in so ziemlich allen Bereichen. Zudem müsste die Lösung des Konfliktes der UNO überlassen werden, denn aufgrund des Kriegszustandes werde kaum eine Einigung geschweige eine gemeinsame Lösung gefunden werden können.

geschrieben am: 28.07.2010