Nabucco sorgt weiterhin für Zündstoff

14.7.2010 | Redaktion:

Derzeit ist die Nabucco-Pipeline das Gesprächsthema Nummer eins in der Energiebranche. Gazprom versucht, die an der geplanten Nabucco-Pipeline beteiligten Unternehmen zu einer Beteiligung an der South Stream Pipeline, dem Konkurrenz-Projekt, mit welchem der russische Gaseinfluss verstärkt werden soll, zu überreden. Nun sprechen sich auch die deutsche Bundeskanzlerin, Angela Merkel und der Bundeswirtschaftsminister, Rainer Brüderle, für Nabucco aus.

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Nabucco sorgt weiterhin für Zündstoff

Merkel sucht Gespräch mit Russland



Wie aus einem Pressebericht hervorgeht, will Angela Merkel bei einem am Mittwoch stattfindenden Russland-Besuch das Thema Nabucco-Pipeline ansprechen. Derzeit versucht der russische Gasmonopolist Gazprom seinen schwindenden Einfluss auf die Gasversorgung Westeuropas zu halten. Dafür sollen die derzeit an der Nabucco-Pipeline beteiligten Unternehmen auf eine Beteiligung an dem South Stream Projekt umsteigen. Mit Hilfe der Nabucco-Pipeline versucht Westeuropa, unabhängiger von den russischen Gaslieferungen zu werden. Derzeit decken diese gut ein Viertel des westeuropäischen Gasbedarfs. Der Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle äußert sich zudem besorgt darüber, wie die Zukunft der Pipeline aussehen soll. Geplant ist, dass die Leitung Gas aus dem Kaspischen Raum über die Türkei nach Westeuropa liefert. Brüderle plädiert entschieden für breit gestreute Bezugsquellen, denn diese seien die Voraussetzung für die Gasversorgungssicherheit in Westeuropa.

Politik soll sich der Sache annehmen



In dieser Woche wurde bekannt, dass der deutsche Gasversorger RWE die Offerte von Gazprom prüfe, sich an South Stream zu beteiligen. Seit dem gilt das Projekt als gefährdet, da RWE zu dem Konsortium gehört, welches die Pipeline bauen will. Wie das „Handelsblatt“ veröffentlicht, heißt in den Regierungskreisen um Angela Merkel, es gehe darum, dass die Politik Nabucco flankiere. Die Kanzlerin macht sich am Mittwoch auf den Weg zu deutsch-russischen Regierungskonsultationen in Jekaterinburg im Ural. Dort will sie auf die Probleme mit Nabucco eingehen. Unterdessen weist Gazprom die Vorwürfe, man habe versucht, RWE für das eigene Gasprojekt zu gewinnen, entschieden zurück. Vor allem der Vizechef des Unternehmens, Alexander Medwedjew, betonte, dass es keine Gespräche gegeben habe. Allerdings soll er es gewesen sein, der den Strategiechef des RWE-Konzerns, Leonhard Birnbaum, angerufen habe, wie die Zeitung veröffentlicht. Medwedjew weist darauf hin, dass er stets betont habe, dass sich Nabucco und South Stream weder ausschließen noch das es Konkurrenz-Projekte seien. Doch dies sehen Branchenkenner anders. Gazprom habe bereits verschiedene Länder des Kaspischen Raumes unter Druck gesetzt, sich nicht für Nabucco verpflichten zu lassen. Bisher kann das Konsortium von Nabucco keine bindenden Gaslieferverträge mit Ländern aufweisen, die jedoch zwingend erforderlich sind.

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