Gazprom Germania rechnet mit Gewinneinbrüchen

8.7.2010 | Redaktion:

Auch der russische Gasriese Gazprom wird nicht von dem Preisverfall auf dem Gasmarkt verschont. Vor allem der europäischen Tochter, Gazprom Germania, macht dieser Umstand zu schaffen. Denn wie bereits im vergangenen Jahr rechnet das Unternehmen, welches sowohl mit Gas handelt als auch Gas verkauft, für dieses Jahr mit Gewinneinbrüchen. Denn trotz der gestiegenen Umsätze sinkt der Gewinn weiter.

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Gazprom Germania rechnet mit Gewinneinbrüchen

Gazprom Germania bündelt Europageschäft



Das Tochterunternehmen Gazprom Germania bündelt für den russischen Mutterkonzern Gasgeschäfte, also Beteiligungen und Handel, in 20 verschiedenen europäischen und zentralasiatischen Ländern. Bisher war das Geschäft mit den europäischen Abnehmern, mit deutschen Endverbrauchern macht das Unternehmen keine Geschäfte, von langfristigen Verträgen gekennzeichnet, die sich an der Ölpreisbindung orientierten. Doch das Unternehmen nutzt immer mehr die Geschäfte auf den Spotmärkten. Denn deren Preisniveau bewegte sich zuletzt unterhalb der langfristigen Verträge. Und auch wenn Gazprom Germania mehr Gas vertreibt, steigen die Gewinne nicht. Geschäftsführer Hans-Joachim Gornig sagte bei der Vorlage der Jahresbilanz 2009 am Donnerstag, dass die Erlöse 2009 8,03 Mrd. Euro betrugen. Dies sind 44 Prozent mehr als 2008. Allerdings stieg der Umsatz ungefähr um den gleichen Betrag wie die Aufwendungen für Gas. Der Wert betrug rund 2,5 Milliarden Euro. Demzufolge sanken die Gewinne im Vergleich zu 2008 um 7,6 Prozent auf 497 Millionen Euro.

Für 2010 Umsatzplus erwartet



Gornig erwartet für das Jahr 2010, nicht zuletzt wegen der steigenden Konjunktur, ein Umsatzplus von rund einem Viertel. Er spricht dabei von ungefähr 10 Milliarden Euro. Er räumt jedoch ein, dass das Ergebnis von 2009 nicht wieder erreicht werden könne. Bereits das erste Quartal sei schwacher ausgefallen als im vergangenen Jahr. Schuld daran seien das zurückgehende Handelsgeschäft in Zentralasien sowie die sinkenden Preise. Dies drückte den Umsatz im ersten Quartal im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2009 um 40 Prozent. Gornig gibt allerdings seinen Sitz, aufgrund seines Alters von 67 Jahren, an den früheren russischen Botschafter in Deutschland, Wladimir Kotenjow, ab. Der genaue Wechseltermin ist jedoch noch nicht bekannt.

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