Erschreckende Erkenntnisse zum Gasmarkt

11.6.2010 | Redaktion:

Die Zahlen sehen gut aus. In Deutschland gibt es derzeit mehr als 800 verschiedene Gasanbieter, zwischen denen die Verbraucher theoretisch wählen können. Allerdings ist die Wechselbereitschaft eher gering. Nur jeder zehnte Gasnutzer hat bereits einmal seinen Tarif gewechselt. Oftmals sind Bedenken die Ursachen. Doch der Gasmarkt ist nicht ganz so liberal, wie er sich nach außen präsentiert. Oftmals verweigern große Energieriesen den kleineren Anbietern den Netzzugang.

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Erschreckende Erkenntnisse zum Gasmarkt

Der Wettbewerb steckt noch in den Kinderschuhen


Seit vielen Jahren wird in Deutschland die Liberalisierung der Energiemärkte voran getrieben. Doch noch immer ist auf dem Gasmarkt wenig davon zu merken. Denn die Betreiber von Gasnetzen, meist Töchterunternehmen der großen Energieriesen, versperren den Netzeinsteigern den Zugang zu ihren Netzen. Die Argumente der Betreiber lauten in der Regel, die Netze seien vollständig ausgebucht. Allerdings hat eine Studie ergeben, dass die Netze nur vordergründig ausgebucht seien. Stattdessen kaufen sich die Töchterunternehmen der Betreiber ein und verhindern dadurch einen funktionierenden Wettbewerb. Dies hat zur Folge, dass von den 800 verschiedenen Gasanbietern in Deutschland, lediglich ungefähr 20 interessant für einen Wechsel sind. Zu den Anbietern zählen die Billig-Töchterunternehmen sowie die unabhängigen Gas-Discounter.


Marktmacht der Energieriesen einschränken



Die Regierung hat es sich jetzt zur Aufgabe gemacht, die Marktmacht der großen Energieversorger einzuschränken. Dafür wurde Mitte Mai eine Neufassung der sogenannten Gasnetzzugangsverordnung durch die Bundesregierung beschlossen. Das Ziel dieser Novelle ist es, die diskriminierungsfreie Versteigerung von Transportkapazitäten zu fördern, damit auch Markteinsteiger die Möglichkeit haben, nicht nur in der Theorie die Verbraucher zu beliefern. Der Wettbewerb komme dadurch langsam in Schwung, sagte Dirk Hempel, Sprecher des Gasversorgers Flexstrom.

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