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Erbitterter Kampf ums Gas-Netz

In Sankt Augustin ist ein erbitterter Kampf um das Gasnetz entbrannt. Die Kontrahenten sind die Rhenag und die Energieversorgungsgesellschaft EVG, an der die Stadtwerke Bonn (SWB)mit 45 Prozent beteiligt sind. Die EVG sollte mit der Rhenag eine Kooperation beginnen, da der Energieversorgungsgesellschaft das nötige Gasnetz für die Versorgung fehlt. Allerdings will die SWB ihre Anteile nicht an die Rhenag abgeben und sich aus Sankt Augustin nicht zurückziehen.

Lösung wäre Gasnetz-Herausgabe

Die Energieversorgungsgesellschaft in Sankt Augustin steht vor einem gravierenden Problem. Der Plan, mit dem ebenfalls dort ansässigen Versorger Rhenag zusammen zu gehen, geht nicht auf. Der Grund für das Scheitern liegt darin begründet, dass die Stadtwerke Bonn ihren Anteil an der EVG, er beträgt 45 Prozent, nicht abgeben wollen. Das bedeutet im Gegenzug, dass die Energieversorgungsgesellschaft auch weiterhin ohne ein eigenes Gasnetz auskommen muss, wenn die Kooperation mit der Rhenag nicht zustande kommt. Zwar würde die SWWB in Bezug auf das Gasnetz den Weg frei machen, doch zu welchem Preis ist bislang unklar. Rechtlich ist das Unternehmen verpflichtet, der EVG den Zugang zu ihrem Netz zu ermöglichen. Allerdings gibt es bisher keinen Richterspruch darüber, zu welchen Konditionen dies zu gewährleisten ist.

Im Kampf ist kein Ende in Sicht

Der Kampf der beiden Kontrahenten geht in eine weitere Runde. Der Streit läuft bereits seit drei Jahren und konnte nur deshalb beigelegt werden, weil sich die beiden Unternehmen auf eine Kooperation geeinigt haben und die Rhenag von den hohen Geldforderungen für die Gasnetz-Nutzung abgerückt ist. Allerdings könnte der Streit nun in eine neue Runde gehen, da sich die Kooperationspläne annähernd zerschlagen haben. Ein Rechtsstreit ist nicht ausgeschlossen, für welche die SWB die Kosten tragen würde. Die Stadt Sankt Augustin ist nicht bereit, sich an eventuellen Rechtskosten zu beteiligen. Die Kosten, die die Stadt jedoch schon jetzt für die Herausgabe des Netzes an die EVG bezahlen muss, belaufen sich auf annähend eine Million Euro.

geschrieben am: 11.06.2010