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Wie geht es mit der Asse weiter?

Nachricht vom 7.11.2009
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Seit einiger Zeit ist es sehr still um das marode Atommüllendlager Asse bei Wolfenbüttel in Niedersachsen geworden. Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss befragt zwar nach wie vor jede Woche Zeugen zu den Vorfällen in der Asse, aber neue Erkenntnissen bringt das dem Ausschuss nicht. Es bestehen daher zunehmend Zweifel, dass die Pannen und Unfälle sich je ganz aufklären.

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Ein Übermaß an Informationen bremst die Ermittlungen zur Asse

Zu den zahlreichen Ungereimtheiten in der Asse gibt es nicht etwa zu wenig Beweise, sondern viel zu viele, die mühsam ausgewertet werden müssen. Bislang haben sich beim Ausschuss etwa 2000 Akten angesammelt und weitere werden u.a. vom Landesumweltministerium sowie mehreren Bundesministerien einschließlich des Bundeskanzleramts dazukommen. Im Juni hatte der Landtag mit der Untersuchung des ehemaligen Salzbergwerks begonnen, wobei vor allem die Menge des vorhandenen radioaktiven Abfalls ermittelt und der Frage nachgegangen wurde, warum gerade die Asse als Endlager ausgewählt worden war. Insgesamt müssen 52 Kapitel bearbeitet werden, die einen Zeitraum von gut 50 Jahren umfassen.
 
Die Öffentlichkeit wird wohl nicht vor dem Spätherbst 2010 mit Ergebnissen rechnen können. Bis jetzt wurden 26 Zeugen in 21 Sitzungen befragt, weitere 30 Zeugen wollen noch gehört werden und einige sollen eventuell auch mehrmals befragt werden. Ein wichtiger Zeuge ist der Leiter des Asse-Bergwerks, Klaus Kühn. Er gilt als Experte bei der Endlagerung und wurde in der Vergangenheit oft als “Endlagerpapst” bezeichnet. Er saß weltweit in verschiedenen Gremien zur Endlagerung und hat auch über seine Erfahrungen mit der Asse als Atommülllager berichtet.
 
Dennoch erwartet laut Stefan Wenzel von den Grünen niemand, dass Kühn umfassend auspackt. Dabei müssten die Vorfälle in der Asse aufgeklärt werden, was aber Wenzel zufolge ohne einen richtigen Kronzeugen schwierig sei. Es bleibt daher abzuwarten, wie sich die Untersuchungen zur Asse weiter entwickeln.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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