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Plutonium in französischem Kernkraftwerk

Nachricht vom 17.10.2009
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In der südfranzösischen Region Cadarache ist es kürzlich zu einem Zwischenfall im dort ansässigen Atomkraftwerk gekommen. Die Demontage der Atomanlage hat mehrere Kilo hochgefährliches Plutonium zutage gefördert. Die Arbeiten an der Anlage wurden daraufhin nach Anordnung der Atomsicherheitsbehörde umgehend abgebrochen.



Plutonium ist nicht zu unterschätzen!

Wie Alain Delmestre, Vizechef der Behörde, am Donnerstag in Paris erklärte, kann Plutonium gefährliche Kettenreaktionen ausführen, wenn es an einem bestimmten Ort in hoher Konzentration gelagert wird. Menschen können dann tödlicher Strahlung ausgesetzt sein. Dieser Vorfall ist laut Atomsicherheitsbehörde der erste mit Gefahrenstufe Zwei von insgesamt sieben Störfällen in französischen Atomanlagen dieses Jahr. Das Kernkraftwerk ist seit über 40 Jahren am Netz, und beim Abbau der Anlage waren in einem abgedichteten Behälter 39 Kilo Plutoniumstaub entdeckt worden obwohl die Betreiber des Kraftwerks nur von acht Kilo ausgegangen waren.
 
Nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace könne man mit dieser Menge etwa fünf Atombomben bauen. Die Atomsicherheitsbehörde hat dem Anlagenbetreiber CEA (französische Atomenergie-Kommission) vorgeworfen, den Vorfall zu spät gemeldet zu haben. Delmestre wies darauf hin, das Ganze sei offenbar schon im Juni geschehen, aber man habe die Behörde erst jetzt informiert. Man habe deswegen die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Der französische Umweltminister Jean-Lois Borloo ist schockiert über die verzögerte Meldung und verlangt eine Aufklärung des Vorfalls. Schließlich müsse mit der Atomsicherheit absolut offen umgegangen werden.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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