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kostenlose Stromwechsel HotlineAKW-Laufzeit steigt auf 40 Jahre
Nachricht vom 5.10.2009Auch nach dem Wahlsieg von Union und FDP geht der Streit um die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftkwerke unvermindert weiter. In Frankreich wurden indessen einige der ältesten Anlagen intensiven Prüfungen unterzogen und dürfen wahrscheinlich 40 Jahre am Netz bleiben. Damit hätte der staatliche Energiekonzern EDF sein Ziel einer Verlängerung um 10 Jahre erreicht.
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Französische Kernkraftwerke sollen länger laufen dürfen, Atomgegner intervenieren
Der französische Konzern EDF hat mit der Verlängerung der AKW-Laufzeiten um zehn Jahre einen klaren Sieg errungen. Im Sommer war mit einer sogenannten Zehn-Jahres-Inspektion im Reaktor Tricastin an der Rhône begonnen worden, und nun soll auch das Werk Fessenheim im Elsass einer solchen Untersuchung unterzogen werden. Beide Kraftwerke gelten allerdings als besonders störanfällig, zumal bereits bei Inspektionen im Jahr 1999 in Fessenheim deutliche Zeichen der Materialermüdung nachgewiesen worden waren. Das betrifft u.a. den Reaktorbehälter, der das Kernstück des Atommeilers darstellt.
Aufgrund dieser Materialermüdung ist es bereits zu zahlreichen sicherheitsrelevanten Pannen bekommen, allein in diesem Jahr gab es sieben Vorfälle dieser Art. Tricastin war im vergangenen Jahr mehrfach ins Zentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit geraten, weil im Juli 6 Kubikmeter uranhaltige Flüssigkeit ausgelaufen und in die Umwelt gelangt war. Kurze Zeit später verkeilten sich zwei Uranbehälter ineinander als Brennelemente ausgetauscht werden sollten. Danach bestand wochenlang die Gefahr, dass sie auf die anderen 155 Brennstoffcontainer stürzen.
Ungeachtet dieser Pannen könnte der Betreiber EDF die Erlaubnis bekommen, diese Kraftwerke weiter zu betreiben, da die französische Behörde für Atomsicherheit (ASN) kein “generelles Problem” in AKW-Laufzeiten von 40 Jahren sehe. Darüber soll aber erst Ende 2010 offiziell entschieden werden. Atomgegner verweisen jedoch immer wieder auf das bestehende Risiko eines Erdbebens am Oberrhein hin. Das französische Amt für Strahlenschutz (IRSN) hatte bereits vor einigen Jahren umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der Erdbebensicherheit der Kernkraftwerke gefordert, stößt aber bei der EDF aufgrund der hohen Kosten für solche Modernisierungen auf Widerstand.
Bis 2016 sollen alle 900-Megawatt-Reaktoren einer Zehn-Jahres-Inspektion unterzogen worden sein, und die Chancen stehen gut, dass sie alle die angestrebten zehn Jahre länger arbeiten dürfen, sofern bei den Prüfungen keine gravierenden Mängel aufgedeckt werden. EDF erhofft sich durch die längeren Laufzeiten Einsparungen in Milliardenhöhe und peilt sogar Betriebszeiten von 60 Jahren für seine Atomreaktoren an. Ein Argument dafür ist EDF zufolge, dass der Bau neuer und modernerer Anlagen teurer und langwieriger sei als zunächst angenommen. So wird der erste Europäische Druckwasserreaktor (EPR) mit Standort in Flamanville am Ärmelkanal frühestens 2013 ans Netz gehen können, ursprünglich sollte er ein Jahr eher in Betrieb genommen werden. Darüber hinaus wird die Anlage etwa 20 Prozent mehr kosten als geplant, nämlich mindestens vier Milliarden Euro anstelle der vorgesehenen 3,3 Milliarden.
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Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom
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