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kostenlose Stromwechsel HotlineKeine Endlagerstätten verfügbar
Nachricht vom 4.9.2009Wie jetzt bekannt wurde, besitzt kein Land der Erde bislang eine richtige Endlagerstätte für Atommüll. Die Bevölkerung widersetzt sich im Allgemeinen gegen einen solchen Standort in ihrer Umgebung, sodass die Suche nach einem geeigneten Lager schwierig ist.
Kaum ein Land bietet eine effektive Lösung für das Problem der Mülllagerung
Ende der 1970er Jahre wurde in der Wüste von Nevada ein Standort im Yucca-Gebirge geprüft, aber von Präsident Obama jetzt gestoppt. Momentan ist der Müll in Amerika über das ganze Land auf 120 Stätten verteilt. Frankreich hätte in Bure/Lothringen einen Stollen für die Endlagerung zur Verfügung, und in 30 Kilometern Umkreis könnte ab 2025 ein Lager errichtet werden, was aber schwierig ist, weil die beiden Kommunen, die sich dort als Standorte beworben hatten, nach heftigen Protesten ihrer Anwohner einen Rückzieher gemacht haben.
In Großbritannien sollte 1997 zunächst ein Lager zur Erkundung einer Speicherstätte für radioaktiven Müll gebaut werden, was aber scheiterte. Im Jahr 2005 bestätige ein Expertenteam, dass die unterirdische Lagerung des Mülls die beste Möglichkeit sei, und London forderte Kommunen auf, sich für den Bau einer Endlagerstätte anzumelden. Zwei Ortschaften haben sich registrieren lassen, aber ob dort tatsächlich ein Standort für radioaktiven Abfall entstehen wird, ist noch unklar.
Schweden und Finnland lösen die Frage nach der Aufbewahrung des Mülls derzeit am besten. In Finnland soll der Abfall ab 2020 in 500 Metern Tiefe neben dem Kernreaktor Olkiluoto gesammelt werden, was modernen Sicherheitsstandards schon sehr nahe kommt. Schweden hat im Juni das Lager Forsmark im östlichen Teil des Landes festgelegt, dass zwischen 2022 und 2024 in Betrieb genommen werden soll. Dort können die Abfälle dann in ca. 500 Metern Tiefe mehr als 100 000 Jahre lagern.
In Russland stammen hingegen noch viele Deponien aus den 1950er und 60er Jahren. Seit Mitte der 90er Jahre hat Russland zwar Pläne zur Modernisierung der Anlagen vorgelegt, aber sie entsprechen dennoch kaum den heutigen Anforderungen für Umweltschutz und Sicherheit. Dennoch nimmt Russland seit 2001 auch radioaktiven Müll aus dem Ausland an. Der Bau einer modernen Lagerstätte wird derzeit durch Moskau geprüft.
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Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk
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