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kostenlose Stromwechsel HotlineNeue Untersuchung Gorlebens gefordert
Nachricht vom 2.9.2009Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält inzwischen auch einen anderen Ort als Gorleben für die Speicherung von radioaktivem Abfall für möglich. Gegenüber der “Hannoverschen Zeitung” forderte sie in einem Interview eine unabhängige Untersuchung des ehemaligen Salzstocks. Sollte Gorleben ungeeignet sein, müsse ein alternativer Standort her.
Debatte um die Nutzung von Kernenergie bleibt scharf
Während Merkel dem deutschen Umweltminister Sigmar Gabriel vorwirft, Gorleben für seinen Wahlkampf zu missbrauchen, hatte dieser das geplante Atommülllager für “tot” erklärt. Merkel setzt sich für eine weitere Erkundung des Lagers ein; alternative Orte sollen erst nach Beendigung der Untersuchung festgelegt werden. Die Asse bei Wolfenbüttel soll indessen weiterhin als Speicher für Industrieabfälle dienen, obwohl erst kürzlich bekannt geworden war, dass dort dreimal so viel radioaktives Plutonium wie bislang angenommen sowie arsenhaltige Pflanzenschutzmittel lagern.
In der Zeit von 1967 bis 1978 waren in der Asse rund 126 000 Fässer mit schwach und mittelstark strahlendem Müll alter AKW-Brennelemente eingelagert worden. Der alte Salzstock ist zudem einsturzgefährdet, weil immer wieder Wasser hineinfließt und die Gesteinslast zunimmt. Das Bundesumweltministerium will die Asse daher schließen lassen, was allerdings bis zu vier Milliarden Euro kosten könnte.
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Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter
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