Die Kernkraft ist zurück!

22.1.2009 | Redaktion: Patricia vom Merk
Die Ukraine schickt nach wie vor kein Gas durch ihre Pipelines-also besinnen sich vor allem in Osteuropa viele Länder auf alte Atomkraftwerke oder denken über den Bau neuer Meiler nach. Damit wollen Sie von russischen Gas-und Öllieferungen unabhängiger werden, was für Estland, Lettland und Slowenien ganz besonders gilt. Auch der Kampf gegen den Klimawandel bringt der Nuklearenergie neue Chancen. Frankreich, der Hauptbefürworter der Kernkraft, verfügt zudem über Technologien, die es gern weltweit vertreiben möchte.
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In diesen Zeiten der unzuverlässigen Gasbelieferung und der Erderwärmung ändert sich bei vielen Verbrauchern auch die Meinung zum Thema Atomenergie. Dem britischen Wirtschaftsmagazin „economist“ zufolge sind inzwischen 44% der Leser mit dem Einsatz von Kernkraftwerken einverstanden, 2005 waren es noch 37%. Österreich steht der Nuklearenergie kritisch gegenüber, und Deutschland will sich aus dem Atom-Geschäft zurückziehen. Allerdings gibt es in der Bundesregierung viele Befürworter dieser Art der Energiegewinnung, und das Aus für die Atomkraftwerke ist noch nicht beschlossen. Die Brüsseler Behörde wirbt mit Kernkraft als eine besonders umweltfreundliche und wirtschaftliche Form der Stromerzeugung.

Zudem sei man weniger abhängig von Russland, da es überall auf der Welt Uran gebe. Umweltschützer halten dagegen, dass Atomanlagen zwar auf den ersten Blick umweltfreundlich erscheinen, die Endlagerstätten für Strahlungsabfälle aber immer noch ein Problem seien. Terroristische Angriffe auf ein solches Werk hätten sowohl für die Natur als auch für den Menschen katastrophale Folgen. Ein weiterer Nachteil seien die Störfälle, wie beispielsweise letztes Jahr im französischen Tricastin, als Uran ins Grundwasser sickerte.

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