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kostenlose Stromwechsel HotlineStromverbrauch schießt aufgrund leerer Pipelines in die Höhe!
Nachricht vom 21.1.2009Die Einwohner Bulgariens kaufen aus Angst vor einem Engpass in der Stromversorgung nahezu alle verfügbaren Elektroheizungen in Sofia auf. Dieses bizarre Szenario war entstanden, nachdem die Ukraine trotz Lieferzusage auch in den vergangenen Tagen kein Gas in seine Pipelines gepumpt hatte. Derzeit wird in Sofia mit 1309 Megawatt pro Tag so viel Strom verbraucht wie zuletzt vor sieben Jahren.
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Der russisch-ukrainische Gasstreit hat weitreichende Folgen für die globale Energieversorgung, denn wo man die Energiedefizite bisher mit Strom ausgleichen konnte, wird es langsam eng. Neben Bulgarien hat auch die Slowakei ohne eine geregelte Gasversorgung große Probleme, und wird durch Ungarn mit Notstrom versorgt. Der ungarische Staatschef Ferenc Gyurcsany reagiert allerdings zunehmend ungehalten auf den Gasstreit, der ganz Europa in Mitleidenschaft zieht, und auch die anderen Länder, allen voran Bulgarien, sind genervt. Dort soll nun der 2006 stillgelegte Atommeiler Kosloduj neugestartet werden, um das Energieproblem zu beheben. Der Slowakei droht inzwischen der Kollaps, weil Gas-und Stromversorgung in dem Land vollkommen voneinander abhängig sind.
Auch hier wird Ungarn mit Stromlieferungen aushelfen, sie liegen bei 100 bis 220 Megawatt pro Tag. Bei langanhaltendem Gasausfall wird aber auch die Slowakei alte Reaktoren in Atomkraftwerken wieder in Betrieb nehmen müssen. Slowenien setzt ebenfalls auf Kernkraft, während Kroatien die Versorgung mittels Windenergie sichern will. In Serbien ist der Gas-und Stromverbrauch wegen der anhaltenden Kälte enorm gestiegen, und die Stromgesellschaften haben inzwischen mit Kürzungen in der Belieferung gedroht, was wiederum zu Ausschreitungen in der Bevölkerung führen könnte. Die Regierung will die ohnehin schon erhitzten Gemüter daher starken Rabatten auf ihre Gas-und Stromrechnungen beruhigen.
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Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom
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