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Älteste Atommeiler sollen vom Netz

Nachricht vom 22.8.2009
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Längere Laufzeiten für alte Atomkraftwerke bergen einer aktuellen Studie zufolge ein erhöhtes Risiko für Störfälle. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert daher die sofortige Abschaltung der ältesten Meiler.

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Alte AKWs nicht sicher genug

Mit ihrer Forderung richtet sich der BUND besonders an die Betreiber der Atomkraftwerke Brunsbüttel, Isar 1, Philippsburg 1, Krümmel, Neckarwestheim, Unterweser, Biblis A und Biblis B. Die Anlagen entsprächen selbst nach einer Modernisierung nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards, und altersbedingte Probleme wie Materialverschleiß seien kaum vollständig zu kontrollieren. Hubert Weiger, Vorsitzender des BUNDES, bezeichnet es als unverantwortlich von der CDU/CSU und der FDP, dass sie gerade bei diesen Reaktoren längere Laufzeiten durchsetzen wollen.
 
Die acht Kraftwerke seien zudem ein enormes Sicherheitsrisiko für die Anwohner und müssten sofort abgeschaltet werden. Wie aus der BUND-Studie hervorgeht, sind die Wände der Anlagen nur ein Drittel so stark wie die neuerer Kraftwerke und seien nur unzureichend mit Notstrom versorgt. Meiler wie Biblis A oder Brunsbüttel seien dadurch auch schlechter gegen Terroranschläge und Flugzeugabstürze geschützt.
 
In den Materialen alter Kernkraftwerke könnten sich auch schneller Risse bilden und Kühlmittel verlorengehen, was eine Nachrüstung bislang nicht ausreichend hatte unterbinden können. Alterungsbedingte Mängel wurden der Studie zufolge oft nur zufällig entdeckt und könnten auch in anderen Atomkraftwerken bestehen, was aber nur im Fall einer Betriebsstörung erkannt werde. Alte Kraftwerke müssten daher besonders sorgfältig geführt werden, was aber nicht nur in Krümmel, sondern auch in anderen Altreaktoren nicht immer gewährleistet sei. Der BUND fordert daher die Abschaltung der ältesten deutschen Anlagen.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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