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Gorleben nur zweite Wahl

Nachricht vom 15.8.2009
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Wie der Geologe Gerd Lüttig in einem aktuellen Interview gegenüber der Nachrichtenagentur ddp erklärt hat, ist der Standort im niedersächsischen Gorleben aus Expertensicht nur zweite Wahl bei der Suche nach einer langfristigen Lagerstätte für radioaktiven Müll. Der Professor im Ruhestand war maßgeblich an der Suche nach einem geeigneten Atommülllager beteiligt.

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Zweifel an Gorleben bleiben

Die Prüfung möglicher Speicherstätten für radioaktiven Abfall hatte bereits 1972 begonnen, und es waren zunächst über 100 ehemalige Salzbergwerke im Norden Deutschlands untersucht worden. Davon kamen acht in die engere Auswahl, darunter auch Gorleben. Unter die drei Favoriten ( Ahlden bei Nienburg, Lutterloh bei Fassberg bei Celle und Waten bei Börger im Emsland) schaffte es der Salzstock in Niedersachsen damals aber nicht. Den Experten erschien er nur bedingt geeignet, war jedoch groß genug für ein Atommülllager.
 
Zudem war der Landkreis Lüchow-Dannenberg in den 1970er Jahren dünn besiedelt, was der damalige Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) als klares Argument für den Standort Gorleben ansah. Er wollte ein Lager nahe der Grenze zur DDR haben, weil es im Osten Deutschlands in Morsleben auch schon ein Endlager gab. Schließlich hat er Gorleben dann durchgesetzt, und der Salzstock wurde bis vielfältig erkundet aber seine Eignung bezweifelt.
 
Lüttig hält die Lagerung von radioaktivem Abfall in Salz ungeachtet der Zweifel an Gorleben für die beste Alternative. In Schweden war er Berater der Regierung bei der Prüfung von Granitgestein gewesen, und der deutsche Schacht Konrad mit seinem Tonmaterial war auch untersucht worden. Dennoch ist Salz die sicherere Alternative für Lüttig.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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