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Acht Atomkraftwerke sollen vom Netz

Nachricht vom 10.8.2009
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Umweltschützer fordern jetzt die Abschaltung der acht ältesten deutschen Atomkraftwerke, weil die Sicherheit aus Sicht der Umweltaktivisten nicht mehr gewährleistet ist. Die anderen neun der insgesamt derzeit 17 Reaktoren sollten aber nach der Schließung nicht länger laufen dürfen, so Hubert Weiger, der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Nabu).



Atomkraft soll zurückgefahren werden

Am fünften September wollen Bürgerinitiativen und Umweltschützer ihren Standpunkt bei einer Demonstration klar vertreten und sich für den Anti-Atomenergiekurs stark machen. Ein Kernproblem ist auch die unsichere Entsorgung von radioaktivem Müll, z.B. in der maroden Asse bei Wolfenbüttel. Das Bundesumweltministerium um Angela Merkel sei bereits 1996 durch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) über den instabilen Zustand der Asse informiert worden, und die Bundeskanzlerin solle deshalb jetzt handeln.
 
Der BUND fordert die Stilllegung acht großer Kernkraftwerke, was auch die großen Energiekonzerne E.ON, RWE und EnBW als Betreiber direkt betreffen würde. Es handelt sich dabei um die Anlagen Biblis A und B (Hessen), Brunsbüttel und Krümmel (beide Schleswig-Holstein), Unterweser (Niedersachsen), Isar I (Bayern) sowie Neckarwestheim I und Philippsburg I (beide Baden-Württemberg). Diese Anlagen könnten nicht nur terroristischen Anschlägen zum Opfer fallen, sondern würden auch nicht umfassend genug überprüft.
 
Das geht aus der Studie zu den Gefahren der Laufzeitverlängerungen hervor, die von der Physikerin Oda Becker verfasst wurde. Demnach werden fehlerhafte Materialien aus Kostengründen erst dann übersetzt, wenn die Schäden wie z.B. bei Krümmel offensichtlich sind. In Biblis kommt laut Oda Becker ein Erdbebenrisiko hinzu, in Neckarwestheim könnte die Erde einbrechen und in Unterweser die Anlage überflutet werden. In Philippsburg könnten Besucher einem Unternehmerhinweis zufolge unkontrolliert Material auf das Gelände bringen. Becker sieht in all diesen Risiken Grund genug, die betreffenden Kernreaktoren zu schließen.







Redaktion Stromvergleich.de: Gerhard Solter   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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