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Tauschhandel bei E.ON und GDF Suez

Nachricht vom 4.8.2009
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Deutschlands größter Energieversorger und der französische Anbieter GDF tauschen untereinander Kraftwerkskapazitäten aus. Die GDF-Tochter Electrabel übernimmt deutsche Kapazitäten und Strombezugsrechte von rund 1700 Megawatt, während E.ON in Belgien ähnliche Geschäfte übernehmen wird.



E.ON und GDF stärken Positionen


Mit diesen Maßnahmen setzen die Unternehmen entsprechende Auflagen der Europäischen Kommission zur Förderung des Wettbewerbs um, denn E.ON hatte sich 2008 verpflichtet, 5000 Megawatt deutsche Kraftwerkskapazitäten nationale und international zu verkaufen und sein Hochspannungsnetz abzustoßen um einer Geldbuße in Milliardenhöhe vonseiten der Wettbewerbshüter zu entgehen. Im Mai hatte E.ON daher bereits 525 Megawatt an seinen Konkurrenten EnBw abgegeben.
 

Dank seines Tauschhandels mit GDF entert E.ON den belgischen Markt und steigt gleich mit neun Prozent Marktanteil zur Nummer Drei des lokalen Stromgeschäfts auf. Der unangefochtene Marktführer bleibt aber Electrabel, der knapp zwei Drittel Anteil der Stromerzeugung in Belgien innehält. E.ON erhält in den Benelux-Staaten insgesamt 3600 Megawatt. Im Gegenzug bekommt GDF Suez über 2000 Megawatt Kraftwerkskapazitäten in Deutschland, und ab 2012 kommen weitere 800 Megawatt aus dem neuen Kohlekraftwerk hinzu, das gerade in Wilhelmshaven gebaut wird.
 
Durch den Handel erwirbt E.ON ein Gas- und ein Steinkohlekraftwerk sowie Strom aus drei belgischen Kernkraftanlagen. Electrabel übernimmt in Deutschland u.a. die Steinkohlekraftwerke Farge in Bremen und Zolling in Bayern. Darüber hinaus wird es Strom aus den Atomreaktoren Krümmel, Grundremmingen und Unterweser beziehen.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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