Stromanbieter vergleichen: Niedrigst Preise irreal

6.7.2012 | Redaktion: Patricia vom Merk
Nach wie vor ist der Stromanbieterwechsel ein wichtiges Marktinstrument der Verbraucher, um die Preissteigerungen in einem erträglichen Rahmen zu halten. Allerdings gehören Einsparungen von mehreren hundert Euro der Vergangenheit an. Billigstromanbieter verkaufen den Strom teilweise günstiger als sie ihn eingekauft haben, nur um an Kunden zu kommen. Diese Geschäftsmodelle können allerdings nicht funktionieren, wie der Fall der TelDaFax-Pleite belegt.
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Stromanbieter vergleichen: Niedrigst Preise irreal

Niedrigstpreise unrealistisch



Laut der Unternehmensberatung A. T. Kearney ist Strom zu Niedrigstpreisen nicht mehr realistisch. Die Strompreise werden zum Großteil von Steuern, netzentgelten und Abgaben bestimmt, die für alle Unternehmen regional einheitlich sind. Das bedeutet, dass die Spielräume bei der Strompreisg4estaltung für die Anbieter gering sind, da sich auch keine großen Unterschiede bei den Beschaffungspreisen auszumachen sind. Um dennoch einen möglichst günstigen Preis anbieten zu können, kalkulieren Billigstromanbieter teilweise Verluste mit ein, um wenigstens die Kunden halten zu können. Doch darin verbirgt sich die Gefahr einer Unternehmenspleite. Das Geschäftsmodell ist bei dem Billigstromanbieter TelDaFax bereits gescheitert und A. T. Kearney sieht weitere Billigstromanbieter vor der Pleite.

Verbraucher müssen vorsichtig sein



Dabei arbeiten viele Versorger mit Tricks, wie einem Neukundenbonus, einer versteckten Kautionszahlung oder der Vorauskasse. Für Verbraucher kann sich das Stromanbieter vergleichen immer noch lohnen, wie der PlusMInus-Bericht resümiert. Allerdings müssen sich die Verbraucher der Fallstricke bewusst sein und diese umgehen, um günstigeren Strom von einem nicht von der Pleite bedrohten Anbieter zu beziehen.

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