Strompreise vergleichen: Anstieg dank Energiewende

4.7.2012 | Redaktion: Gerhard Solter
Die deutsche Energiewende wird kontrovers diskutiert. Denn zum einen ist eine umweltfreundliche und nachhaltige Stromerzeugung notwendig und zum anderen befürchten viele deutlich steigende Strompreise durch die Energiewende. Vor allem der deutsche Atomausstieg wird als Preistreiber gesehen. Eine aktuelle Studie kommt hingegen zu einem anderen Ergebnis. Laut dieser seien keine Strompreisexplosionen zu erwarten.
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Strompreise vergleichen: Anstieg dank Energiewende

Geringe Teuerung beim Strom



Ausgehend von der aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW steigen die Strompreise nicht so stark, wie erwartet. Laut Claudia Kemfert, Leiterin des Bereichs Energie, Verkehr und Umwelt beim DIW, sei nicht mit einer Kostenexplosion durch den Atomausstieg zu rechnen. Mit einem moderaten Anstieg der Strompreise zwischen 0,2 und 0,6 Cent je Kilowattstunde auf die Großhandelspreise rechnen die Experten bis zum Jahr 2020, was einem Anstieg von vier bis 12 Prozent entspricht. Die Auswirkungen für die Privatkunden seien demnach nicht so gravierend, wie viele Experten befürchten, da der Großhandelspreis am Endkundenpreis an der Leipziger Energiebörse EEX einen Anteil von 35 Prozent haben.


Einsparungen sind möglich



Nach Meinung von Claudia Kemfert könnten die Mehrkosten, die durch die Energiewende zustande kommen, durch Einsparungen beim Energieverbrauch reduzieren und teilweise sogar kompensieren. Das wohl größte Einsparpotenzial bestehe bei der Großindustrie. Doch auch private Haushalte könnten den Stromverbrauch reduzieren und zugleich Strompreise vergleichen, um die Kosten zu senken.

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