Strom in Japan wieder aus Atomkraftwerken

19.6.2012 | Redaktion: Patricia vom Merk
Knapp ein Jahr nach der Atomkatastrophe in Fukushima soll wieder Strom in japanischen Atomkraftwerken produziert werden. Dies beschloss am Samstag der japanische Regierungschef Yoshihiko Noda. Demnach werden die Reaktoren 3 und 4 des Atomkraftwerks Oi der Provinz Fukui wieder ans Netz gehen. Gegen diese Pläne regt sich großer Widerstand in Japan.
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Strom in Japan wieder aus Atomkraftwerken

Neue Nutzung AKW fragwürdig



Nie erneute Nutzung der Reaktoren 3 und 4 des Atomkraftwerks Oi erscheint vielen als eine falsche Entscheidung. Getroffen wurde diese durch Yoshihiko Noda, nachdem er sich das Einverständnis vom Gouverneur der betroffenen Region geholt hat. Doch nicht nur in Japan regt sich Widerstand gegen die Pläne. Auch international stößt die Vorgehensweise auf viel Kritik. So erklärte die Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im Europäischen Parlament, dass man bis heute keine Kontrolle über die Ruinen habe und auch die Unglücksursachen nicht bewertet werden konnten. Sie ist der Ansicht, dass Noda sein Verhalten überdenken und die Entscheidung aufgeben soll.

Protest in Bevölkerung verbreitet



Laut Medienberichten ist die Mehrheit der japanischen Bevölkerung gegen einen Wiedereinstieg in die Nutzung von Atomkraft. Trotz der enormen Proteste begann der Betreiberkonzern Tepco umgehend mit den Vorbereitungen. Die beiden Reaktoren werden nacheinander, frühestens am 08. Bzw. 24. Juli dieses Jahres wieder den Betrieb aufnehmen.

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