Stromgesetz: KWKG zur Demokratisierung nutzen

24.4.2012 | Redaktion: Nadine Rom
Die Deutsche Umwelthilfe fordern für die Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes zusätzliche Anreize für kleine, flexible und stromgeführte Blockheizkraftwerke. Denn Mini-Kraftwerke können zu Zehntausenden ohne langwierige Genehmigungsverfahren und aufwändigen Leitungsbau errichtet werden. Sie könnten der Auslöser für einen „Modernisierungsschub in den Heizungskellern“ sein.
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Stromgesetz: KWKG zur Demokratisierung nutzen

Forderungen an die Regierung

 


Im gestrigen Wirtschaftsausschuss des Bundestags wurde die Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes (KWKG) verhandelt. Laut Deutscher Umwelthilfe (DUH) sollte diese eine stärkere Orientierung auf die Erfordernisse der Energiewende erhalten, als im Regierungsentwurf vorgesehen.

Gefördert werden müsste demnach im Rahmen eines Gesetzes insbesondere gut regelbare Kraftwerke, die besonders schnell auf eine schwankende Nachfrage und volatile Stromeinspeisung aus Wind- und Sonnenenergie reagieren können.

 

Zusammenschluss zu virtuellen Großkraftwerken

 


Die DUH forderte die Regierungskoalition auf, entsprechende Forderungen aus Verbänden und Unternehmen aufzugreifen. Konkret wird gefordert, über das KWKG die Markteinführung kleiner, gasbetriebener Blockheizkraftwerke (BHKW) zu fordern, die über eine gemeinsame Leittechnik zentral gesteuert und zu so genannten „virtuellen Großkraftwerken“ zusammengeschaltet werden können.

Dabei versorgen die einzelnen Mini-Kraftwerke auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung klimaschonend gleichzeitig Gebäude mit Wärme und das lokale Stromnetz mit elektrischer Energie. Durch angeschlossene Wärmespeicher kann die Erzeugung von Strom und Wärme auch entkoppelt werden, wodurch nichtmehr der Wärme- , sondern der Strombedarf bestimmt, wann die Anlage arbeitet. Die elektrische Energie wird immer dann erzeugt, wenn die Nachfrage nicht gedeckt werden kann.

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