Energiegesetz: Mehrheit der Experten kritisch

16.4.2012 | Redaktion: Nadine Rom
Eine Befragung von Wirtschaftswissenschaftlern im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche (WiWo) kam zu dem Ergebnis: Die Ökonomen Deutschlands halten das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für ineffizient und fordern einen Wechsel der Fördersystematik. Dem Bericht der INSM zufolge vertraten 60 von 72 der Befragten diese Ansicht.
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Energiegesetz: Mehrheit der Experten kritisch

Energiegesetz: Mehrheit der Experten kritisch

Quotensystem statt Ineffizienz


60 Prozent der Experten sind der Meinung, dass die im EEG angeführte Förderung für den Ausbau der erneuerbaren Energien nicht kosteneffizient ist. Nur neun Experten widersprechen dieser Ansicht. Insgesamt beteiligten sich 72 Professoren an der Umfrage der Wirtschaftswissenschaften.

Fast die Hälfte der Ökonomen forderte eine Veränderung in der Art der Förderpolitik, um die Kosteneffizienz der Energiewende zu steigern. Insbesondere müsse sich der Wettbewerb zwischen den verschiedenen Technologien der erneuerbaren Energiegewinnung stärken.


Energiewende bezahlbar machen


„Die bestehende Fördersystematik verhindert Wettbewerb zwischen den erneuerbaren Energien. Die Energiewende wird so unbezahlbar. Ein Quotensystem, wie es die Monopolkommission vorgeschlagen hat, stärkt den Wettbewerb und senkt die Kosten“, meint Prof. Dr. Justus Haucap, Direktor des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie (DICE) und Vorsitzender der Monopolkommission. Auch er hat an der Umfrage teilgenommen.

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