Stromnetz mit Intelligenz gefährdet Datensicherhei

3.4.2012 | Redaktion: Nadine Rom
Die Zukunft rückt näher und schon bald sollen auch intelligente Stromnetze und Stromzähler zum Alltag gehören. Der Stromverbrauch soll intelligent geregelt und so Kosten gespart werden, was Optimierung und Vereinfachung für die deutschen Haushalte bedeutet. Doch Medien stellen sich nun die Frage, ob die digitale Übertragung von Kunden- und Verbrauchsdaten auch wirklich sicher ist. Claudia Eckert, Professorin an der TU München, spricht über den gläsernen Energiebürger.
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Stromnetz mit Intelligenz gefährdet Datensicherhei

Stromnetz mit Intelligenz gefährdet Datensicherhei

Sicherheit auch in der Zukunft?


Intelligente Stromzähler können beispielsweise dafür sorgen, dass kein Strom unnötig fließt oder den notwendigen Stromverbrauch des Hauses automatisch melden. Theoretisch verlockend, aber praktisch sicher? Claudia Eckert sprach gegenüber der Deutschen Presse-Agetur von neuen Herausforderungen in punto Datensicherheit, die den gläsernen Energiebürger in jedem Falle erwarten.

Die Energieexpertin ist überzeugt: Für Informations- und Kommunikationsstrukturen der Zukunft spielt die Datensicherheit eine bedeutende Rolle.Dabei geht es nicht nur um die Überwachung und Kontrolle der neuartigen Energiestrukturen, sondern auch um die Gewährleistung der Versorgungssicherheit im Allgemeinen.

Schutz der Datensicherheit


Wird ein System den Energiebedarf überhaupt korrekt aussteuern? Kann das früher abgeschottete Netzsystem nun im Zuge der Vernetzung geöffnet werden?

Diese Problemfragen sind vor allem durch die Manipulationsgefahr bedenklich. Beim Beispiel der digitalen Zähler, die als „Smart Meter“ bereits erwerbbar sind, können Hackangriffe stattfinden, wodurch Zählerstände manipulierbar sind und sogar Energie auf Kosten anderer verbraucht werden könnte.

Laut Eckert ist es gerade zum Schutze der Datensicherheit deshalb unabdingbar, ein sicheres System zu schaffen und sich gezielt mit den Fragen nach der Art und Weise von Abrechnungen, Identifikation und Verbrauchsständen zu beschäftigen, bevor das intelligente Netz eingeführt wird, so der Medienbericht. In den Niederlanden wurde das intelligente Netz bereits wegen mangelnder Datensicherheit wieder eingestellt. In Deutschland gilt es nun, dies zu vermeiden. 
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