Energiewende: SPD fordert nationalen Energiegipfel

26.3.2012 | Redaktion: Nadine Rom
Die SPD hat vor dem Scheitern der Energiewende gewarnt. Nun fordert die Partei Bundeskanzlerin Angela Merken auf, einen nationalen Energiegipfel einzuberufen. SPD-Bundestagsfraktionsvize Hubertus Heil sprach mit den Zeitungen der WAZ-Medienruppe. Demnach geht der Umbau der Energieversorgung viel zu langsam voran, was schwere Auswirkungen nach sich zieht.
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Energiewende: SPD fordert nationalen Energiegipfel

Energiewende: SPD fordert nationalen Energiegipfel

 Ein Masterplan für das Riesen-Gemeinschaftswerk



Der Umbau der Energieversorgung nimmt zu viel Zeit in Anspruch. Dadurch drohen nun massive Schäden für den Wirtschaftsstandort Deutschland, Arbeitsplätze werden gefährdet und Bürger haben hohe Belastungen zu tragen.

„Bundesregierung, Länder, Energiewirtschaft und auch die Opposition müssen schnell an einen Tisch, um gemeinsam endlich den fehlenden Masterplan für die Energiewende zu erarbeiten“, fordert Heil. Die Energiewende sei ein „Riesen-Gemeinschaftswerk“, welches nur unter Beteiligung aller Kräfte gelingen könne. „Wir sind bereit mitzuarbeiten.“

Die ehrliche Wahrheit



Ein Jahr nach Merkels abruptem Kurswechsel zeigt Heil eine ehrliche Zwischenbilanz: „Die Energiewende droht zu scheitern. Die Netzagentur warnt vor massiv steigenden Strompreisen, der Netzausbau kommt nicht voran, Investitionen in erneuerbare Energien stocken wegen Unsicherheit über die Förderung, der Bau von Reservekraftwerken steht in den Sternen, die Versorgungssicherheit im Winter gerät in Gefahr.“

Umweltminister Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Röttgen (FDP) trügen die Verantwortung für diese Misere. Heil meint:„Es ist kurios, dass Röttgen jetzt in Nordrhein-Westfalen ein Bekenntnis zur Industriepolitik ablegt, während er in Berlin die Energiewende vor die Wand fährt.“
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