Strom - Frankreich sichert AKW vor Terroranschlägen

6.1.2012 | Redaktion: Nadine Rom
Nach dem verheerenden Erdbeben in Japan, an welches sich ein Tsunami anschloss, will Frankreich seine Atomkraftwerke (AKW) zukünftig nicht nur gegen Erdbeben sondern auch gegen Terroranschläge sichern. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Nachrichtenagentur AFP vom 06. Januar hervor. Innenminister Claude Guéant stellte am Freitag beim Besuch des AKW Chinon bei Tours einige Strategien zur Umsetzung vor.
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Strom - Frankreich sichert AKW vor Terroranschlägen

Spezialeinheit der Polizei sichert AKW



Bereits seit 2009 ist eine Spezialeinheit der Polizei mit der Aufgabe betraut, die französischen Atomkraftwerke zu schützen. Nun plant der französische Innenminister, weitere Polizisten zur Bewachung der Atommeiler abzustellen und zusätzlich Zäune zu verstärken und weitere Alarmanlagen sowie Überwachungskameras zu installieren. Guéant begründet das Vorgehen mit der Terrorgefahr, der auch AKW ausgesetzt seien. Bereits am Dienstag hatte die französische Atomsicherheitsbehörde ASN gefordert, für den Katastrophenfall nachzurüsten. Allerdings ist die ASN nicht der Meinung, dass die AKW grundlegend gefährdet seien.

Anlass Besetzung mehrerer AKW durch Greenpeace



Mit den neuen Maßnahmen reagiert Guéant auf die Besetzung einiger französischer Atomkraftwerke durch Mitglieder der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Anfang Dezember wollte Greenpeace darauf aufmerksam machen, dass die Anlagen unzureichend vor möglichen Gefahren mit terroristischen Hintergründen geschützt seien. Zwar mussten alle 58 AKW in Frankreich einen Stresstest durchlaufen, allerdings sei die Terrorgefahr nicht Bestandteil des Stresstests. Frankreich bezieht gut drei Viertel des Stroms aus Atomkraftwerken und ist somit der europaweit größte Atomstromproduzent.

Pressemitteilung der AFP vom 06.01.2012

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