Energiewende: E.ON muss 6000 Jobs abbauen

11.12.2011 | Redaktion: Gerhard Solter
In den kommenden Stunden berät der Aufsichtsrat über die Einzelheiten des Umbauplans von Energieriesen E.ON. Vermutlich sollen in Deutschland 3000 Beschäftigte in den Vorruhestand geschickt werden, und bis zu 2500 Arbeitnehmer in eine Transfergesellschaft gehen. Insgesamt muss E.ON weltweit bis zu 11.000 der 80.000 Arbeitsplätze kürzen. Laut Konzernkreisen und Medienberichten sollen weitere 500 Stellen aufgrund von auslaufenden Verträgen wegfallen.
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Energiewende: E.ON muss 6000 Jobs abbauen

Energiewende: E.ON muss 6000 Jobs abbauen

E.ON schaltet auf Sparflamme



Zwar hat sich Energiekonzern E.ON dafür entschieden, Stellen abzubauen, jedoch muss noch über das „Wie“ verhandelt werden, so ein E.ON Sprecher. E.ON will verschiedene Instrumente nutzen, um den Stellenabbau zu realisieren. Welches Instrument wie oft genutzt werden kann, hängt auch von dem Willen der Arbeitnehmer ab, ob sie das Angebot zum freiwilligen Ausscheiden in Anspruch nehmen möchten.

Ausweitung nach Portugal?



E.ON will seine Unabhängigkeit vom schwierigen deutschen Markt ausweiten, und plant deshalb eine internationale Expansion. Nach dem Portugal seine hohen Staatsschulden aufgedeckt hat, bietet das Euro-Land den Versorger Energias de Portugal (EDP) zum Verkauf an. Am Freitag legte der Düsseldorfer Konzern ein verbindliches Angebot vor. Durch den Erwerb von EDP könnte der Energieriese von heute auf morgen zum Weltmarktführer im Hinblick auf Ökostrom werden. Grund dafür ist der enorme Besitz von EDP an Wasserkraftwerken und Windparks. Doch nicht nur E.ON ist an dem Erwerb von EDP interessiert. Auch der chinesische Konzern Three Gorges ist an dem Unternehmen interessiert. E.ON bietet 8,5 Milliarden Euro für den Erwerb von EDP; wahrscheinlich zu wenig im Konkurrenzkampf mit den Chinesen.

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