Effizienzhaus Plus: Testfamilie zieht ein

7.12.2011 | Redaktion: Gerhard Solter
Kann ein Haus mehr Energie erzeugen, als die Bewohner verbrauchen können? Und wie lebt es sich in so einem Effizienzhaus? Genau das darf nun eine Familie in der Charlottenburger Fasanenstraße testen. Nach der Einweihung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) wird die Alltagstauglichkeit des Effizienzhauses Plus von einer Familie aus Berlin auf die Probe gestellt.
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Effizienzhaus Plus: Testfamilie zieht ein

Effizienzhaus Plus: Testfamilie zieht ein

Keine Strom-, Heiz- oder Tankkosten



Das Haus mit 130 Quadratmetern Wohnfläche erzeugt mehr Strom, als es verbrauchen wird. Der überschüssige Strom kann zum Betanken vom dazugehörigen Elektroauto genutzt werden. Ab März 2012 darf dieses zukunftsweisende Projekt von einer Familie aus Berlin getestet werden, welche Familie Probewohnen darf, steht noch nicht fest. Bis die Entscheidung gefallen ist, kann das Haus öffentlich besichtigt werden.


Bund finanzierte Energieeffizienzhaus



Für eingezogene Familien würden keine Nebenkosten entstehen, lediglich das Wasser muss von den Bewohnern bezahlt werden. Im Jahr produziert das Haus 16.000 Kilowattstunden Strom, wovon nur 10.000 Kilowattstunden für den eigenen Bedarf benötigt werden. Das Haus wird an das öffentliche Netz angeschlossen sein, damit es im Sommer die eingefangene Solarenergie in das Netz einspeisen kann. Wird die Solarenergie im Winter knapp, wird die Familie mit Strom aus dem öffentlichen Stromnetz versorgt.
Über die am Haus angeschlossene Ladestation für Elektroautos braucht sich die Familie auch um keine Tankkosten mehr sorgen. Fünf deutsche Automobilhersteller stellen der Probewohnfamilie Elektrofahrzeuge zur Verfügung. Getankt werden die Autos kabellos über eine Induktionsschleife.

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