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Nach der Katastrophe: Ein Japan ohne Atomenergie?

Nachricht vom 5.12.2011
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Kritiker sagen Nein, Atomkraftgegner sind sich jedoch sicher: Japan könnte mühelos ohne Atomenergie überleben. Kein Wunder, dass die Mehrheit der japanischen Bewohner gegen Atomkraft ist. Nach der Atomkatastrophe ist das Vertrauen in die Kraftwerke weg.



Nach der Katastrophe: Ein Japan ohne Atomenergie?

Nach der Katastrophe: Ein Japan ohne Atomenergie?

Kein Stromsparen in der Metropole Tokio-Yokohama


Zwar sind nur ein Fünftel der Atomkraftwerke in Japan am Netz sind, hat die Regierung die Stromsparverordnung, die zum Sommer im Vertriebsbereich des Fukushima-Betreibers Tepco galt, aufgehoben. Demnach sind die 35 Millionen Einwohner von Tokio-Yokohama nicht mehr ans Stromsparen gebunden. Einzig und allein für Westjapan und Kyushu gibt es eine Bitte zum freiwilligen Energie sparen.

Existenz ohne Atomstrom



Seit der Atomkatastrophe am 11.März 2011 kam es in Japan zu keiner Energiekrise. Und das obwohl Fukushima Daiichi vom Netz ging, ebenso wie viel andere Reaktoren. Nun sind gerade einmal 9 Atomkraftwerke von ehemals 54 Kraftwerken am Netz angeschlossen. Bis Ende 2011 sollen weitere sechs Atomkraftwerke abgeschalten werden. Nun fragen sich viel Japaner, wenn es bis jetzt mit weniger
Atomstrom ging – geht es denn dann bald komplett ohne? Kritiker befürchten für den kommenden Sommer eine Energiekrise. Wenn für Sicherheitsüberprüfungen auch noch die letzten Reaktoren vom Netz gehen, dann wird die Versorgung der Japaner mit Strom schwierig, so ein Ökonom von der Hitotsubashi-Universität in Tokio. Selbst kurze Versorgungsengpässe könnten für die Industrie fatal enden. Gibt es keine sichere Stromversorgung, könnten Unternehmen ihr Geschäft outsourcen.

Atomkraftgegner blicken optimistisch in die Zukunft



Fachleute und Kernkraftgegner sind sich jedoch einig, dass Japan auch ohne Atomenergie überleben könnte. Allein durch den wichtigen Faktor Energie sparen, wäre es möglich, dass alle Atomkraftwerke dauerhaft vom Stromnetz abgeschaltet werden könnten. Auch die Öffentlichkeit sorgt sich weiter, angesichts der bestehenden Atomkraftwerke. Die Bevölkerung hat kein Vertrauen mehr in die Sicherheit der Energieunternehmen und Atomkraftwerke. Zwar sollen im kommenden Jahr die Bevölkerung mehr Mitspracherecht im Hinblick auf Energiepolitik erhalten, wie diese aber aussehen soll, ist noch ungewiss.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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