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Stromnetz als Kapitalanlage?

Nachricht vom 22.11.2011
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Schleswig-Holstein - laut Medienberichten vom 22.11.2011 soll in der schleswig-holsteinischen Regierung die Finanzierung des notwendigen Netzausbaus unter Beteiligung der Bürger angestrebt werden. Die Idee einer Kapitalbeteiligung mit anschließender Ausschüttung eines Teils des Gewinns scheint viel positive Resonanz zu erhalten. So könnten die notwendigen Investitionen von den klammen Kassen der öffentlichen Hand fern gehalten werden und zugleich die monopolartige Netzstruktur aufgelockert werden.



Stromnetz als Kapitalanlage?

Stromnetz als Kapitalanlage?

Die Notwendigkeit des Netzausbaus


Durch den Atomausstieg bis 2022 und die gleichzeitig starke Förderung der Offshore-Windkraftanlagen besteht ein Gefälle zwischen Stromangebot und -bedarf durch ganz Deutschland. An der Küste gibt es zu viel Strom, während im Süden Deutschlands Versorgungslücken absehbar sind. Dies kann nur durch verstärkten Leitungsbau zwischen den Erzeugungs- und Verbrauchsorten sicher gestellt werden. Denn die Erneuerbaren Energien sind auf relativ einige Standorte in Deutschland beschränkt und müssen zu den Verbrauchern geleitet werden. Die bisher mangelhaften Speicherkapazitäten verstärken diese Problematik nur noch.

Bürgerbeteiligung als rettende Idee?


Im Rahmen einer Bürgerbeteiligung würden sich die Interessenten mit Anteilen am Bau der nötigen Leitungen beteiligen und eine Rendite aus den Netznutzungsgebühren erhalten. In Schleswig-Holstein allein fehlen ungefähr 500 Kilometer Hochspannungsnetz, wobei durch eine Finanzierung als Kapitalanlage um die 200 Mio. Euro eingespart werden könnten. Doch die praktische Umsetzung enthält viele Hürden und juristische Fallstricke, die es erst noch zu bedenken gibt, sodass eine Emission dieser Wertpapiere erst noch auf sich warten ließe.







Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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