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Ägypten plant erneuerbare Energie-Zukunft

Nachricht vom 22.11.2011
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Wie die Deutsche Welle am 21.11.2011 berichtete, soll die zukünftige Energieversorgung Ägyptens durch erneuerbare Energien gesichert werden. Der hohe Anteil freier Flächen mit hoher Sonneneinstrahlung ermöglicht dem Land am Nil eine klimaneutrale Versorgung der stetig wachsenden Bevölkerung. Es bestehen allerdings Gefahren durch die politische Instabilität.



Ägypten plant erneuerbare Energie-Zukunft

Ägypten plant erneuerbare Energie-Zukunft

Erstes Projekt in Kureimat seit Sommer 2011 in Betrieb


Bisher wird in Ägypten der Strom nahezu ausschließlich über fossile Kraftwerke erzeugt, der Assuan-Staudamm mit einer Leistung von 2100 Megawatt war lange Zeit die einzige regenerative Energiequelle. Besonders die zahlreichen Klimaanlagen und die schlechte Wärmedämmung fast aller Gebäude macht den Planern im Energieministerium zu schaffen. Da ein prognostiziertes Bevölkerungswachstum auf bis zu 150 Millionen Menschen 2050 die Nachfrage nach Strom jährlich in die Höhe treibt, wurde der Weg der Solarthermie eingeschlagen und ein erstes Probekraftwerk mit 20 Megawatt Leistung installiert. Bisher ist diese kleine Anlage aber nur zur Unterstützung des benachbarten konventionellen Kraftwerks nutzbar, soll aber gerade im Rahmen des DESERTEC-Projekts erste Erfahrungen und technische Lösungen vermitteln.


Die energetische Zukunft Ägyptens


„Bis 2020 plant Ägypten 20 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen zu erhalten", wird der ägyptische Energieminister Hassan Younis zitiert. Bereits für die nächsten 5 Jahre sind weitere Kraftwerkskapazitäten mit insgesamt 150 Megawatt geplant. Die Ausbildung ägyptischer Arbeitskräfte wird von deutschen Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Weltbank durchgeführt, wobei in 6 Jahren die Kraftwerke komplett in ägyptischer Hand sein sollen. Abhängig von der zukünftigen politischen Entwicklung könnten aber mit ausländischen Investoren weitaus höhere Erträge erzielbar sein. Bis dahin müsste allerdings die Subventionierung fossiler Brennstoffe verringert werden, da so der Verbraucherpreis unter den Erzeugerkosten liegt.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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