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Neues Atomkraftwerk für Litauen

Nachricht vom 18.6.2009
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Bis 2018 soll der Nachfolger des umstrittenen litauischen Atomkraftwerks Ignalina gebaut werden und ans Netz gehen um das Baltikum und Polen mit Strom zu versorgen. Litauens Regierungschef Andrius Kubilius hat dieses Vorhaben jetzt offiziell bestätigt. Damit der neue Reaktor pünktlich an den Start gehen könne, müsse man aber nächstes Jahr mit den Bauarbeiten beginnen.



Das alte Kraftwerk Ignalina stammt noch aus der Sowjetzeit und muss nach einem Beschluss der EU bis Ende des Jahres komplett heruntergefahren werden. Es ist vom selben Typ wie der ukrainische Reaktor Tschernobyl und hat mit seinen beiden Meilern fast die gesamte Energieversorgung Litauens übernommen. Der erste Meiler wurde bereits 2004 abgeschaltet nachdem das Baltikum der EU beigetreten war.
 
Das neue Kernkraftwerk soll ein Gemeinschaftsprojekt Litauens mit den Nachbarn Estland und Lettland sowie mit Polen werden. Der lettische Ministerpräsident Valdis Dombrovsis hatte im Mai noch erklärt, dass die neue Anlage wohl nicht vor 2025 fertig sein könne, es bleibt daher abzuwarten, ob der Termin 2018 eingehalten werden kann. Nach der kompletten Schließung von Ignalina wird Litauen deutlich stärker von Stromlieferungen aus Russland abhängig sein, was über kurz oder lang problematisch werden könnte.







Redaktion Stromvergleich.de: Patricia vom Merk   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

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