Sozialer Frieden wegen hoher Strompreise in Gefahr

25.10.2011 | Redaktion: Patricia vom Merk
Günther Oettinger (CDU), der europäische Energiekommissar, gab Warnungen über Strompreiserhöhungen bekannt. Seiner Meinung nach wird nicht nur der Wirtschaftsstandort gefährdet. Auch der soziale Frieden sei in Gefahr, wenn einige Menschen ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen können. Auf dem internationalen Wirtschaftsforum in Baden-Baden verkündete er, dass er erstaunt darüber sei, wie die Entwicklung der Strompreise gedankenlos akzeptiert wird.
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Sozialer Frieden wegen hoher Strompreise in Gefahr

Sozialer Frieden wegen hoher Strompreise in Gefahr

Verlagerungen von Produktionen ins Ausland



Wie die „Berliner Morgenpost“ mitteilte, gehört Deutschland bezüglich der Strompreise zur Spitzengruppe. Laut Oettinger werden aufgrund der hohen Strompreise energieträchtige Produktionen ins Ausland verlagert. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich Deutschland Gedanken über die Subventionen für Solarenergie macht. Zwar befürwortet Oettinger das Erneuerbare-Energien-Gesetz, jedoch sollte man sich eingestehen, dass „die Sonne in anderen Ländern stärker und länger scheint“.

Frankreich könnte Strom in Deutschland verkaufen



Im Ausbau der Netze sieht der EU-Kommissar das größte Problem. Sollte der Strompreis nochmals in die Höhe steigen, dann sollte das nur noch für die Infrastruktur gelten. Deutschland benötigt mindestens 2000 Kilometer Starkstromkabel. Besonders die Verbindung von den nördlichen Windparks und den Industriestrandorten im Süden sollte ausgebaut werden. Jedoch ist dies ohne Geld und Genehmigungen nicht zu realisieren. Sollte Deutschland diese Entwicklung nicht gelingen, könnten die Anbieter aus Frankreich die Leitungen ihrer Atomkraftwerke verstärken. Damit könnten sie in Deutschland preiswerten Strom anbieten und verkaufen.
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