Startseite Stromnachrichten Greenpeace fordert Verbot für Atomstrom-Importe 

Greenpeace fordert Verbot für Atomstrom-Importe

Nachricht vom 10.10.2011
Anzeige

Gemeinsam mit Global 2000 fordern Greenpeace ein Verbot für den Import von Atomstrom. Da das EU-Recht bei Gesundheits- oder Umweltbeförderung die Möglichkeit einer Beschränkung des Warenverkehrs vorsieht, glauben die Geschäftsführer, dass diese Maßnahme in der EU durchsetzbar ist. Sie stellten am Montag in Wien gleich zwei Rechtsgutachten vor.



Greenpeace fordert Verbot für Atomstrom-Importe

Greenpeace fordert Verbot für Atomstrom-Importe

Freien Warenverkehr einschränken


Alexander Egit und Klaus Kastenhofer setzen auf zwei Argumente, um den freien Warenverkehr auszuhebeln: Zum einen hat laut EU-Recht jedes Land das Recht auf eine freie Wahl seiner „Energiequellen“. Die Umweltorganisation will dies auch auf die im Ausland befindliche Quelle des eingeführten Stroms anwenden. Zum anderen sehen sie Gesundheitsgefahren für Österreicher durch grenznahe Atomkraftwerke. Das europäische und das WTO-Recht erlauben es, den freien Warenverkehr aus Gründen des Gesundheits- oder Umweltschutzes einzuschränken, so die Argumente von Michele John und Reinhard Schanda in ihren Gutachten. Das nationale Verbot zur Erzeugung von Atomstrom sei zwar unumstritten, doch die indirekte Nutzung von Atomstrom kann ausschließlich durch ein Importverbot gewährleistet werden.

 

Volle Sicherheit nur bei Verbot möglich


Bei der Atomkraftwerkssicherheit wie auch beim Gesundheitsschutz herrschen laut EU-Recht gerade einmal Mindeststandards. Es sei daher zulässig, weitergehende Sicherheit zu fordern. Und volle Sicherheit wäre eben nur möglich, wenn nicht nur kein Strom aus deutschen Atomkraftwerken mehr in Deutschland fließen würde, sondern gar kein Atomstrom mehr, egal aus welchem Land. Etwa Mitte November rechnen die Umweltschutzorganisationen mit einem weiteren Atomstromgipfel. Voraussichtlich treffen sich die zuständigen Minister Sozialpartner und Energieversorger. Kastenhofer und Egis hoffen, dass die Entscheidung über das Importverbot dort fällt.








Redaktion Stromvergleich.de: Nadine Rom   |  aktuelle Stromnachrichten bei Twitter Stromvergleich auf twitter

copyrighthinweis



Einen Kommentar schreiben:

Mich bei neuen Kommentaren benachrichtigen.

( Achtung: Benötigte Felder sind mit * gekennzeichnet. Sie sind selbst verantwortlich für den von ihnen abgegebenen Kommentar. Aus Sicherheitsgründen wird ihre IP gespeichert )




Diese Stromnachrichten könnten dich auch interessieren:

Kunden aus Kiefersfelden fordern grünen Strom ( vom 28.9.2011 )
Deutschland erhält im Notfall Strom aus Österreich ( vom 29.9.2011 )
Vier Mal mehr Strom für Sendenhorst ( vom 29.9.2011 )
Rückbau der Atomkraftwerke kostet 18 Mrd. Euro ( vom 29.9.2011 )
Grundstein für erstes Offshore-Strom-Umspannwerk ( vom 30.9.2011 )
Greenpeace will Ökostrom über Windgas speichern ( vom 1.10.2011 )
Der eigene Körper als Stromquelle? ( vom 2.10.2011 )
Umlage für erneuerbare Energien steigt ( vom 2.10.2011 )
Zu wenig Speichermöglichkeiten für Solarstrom ( vom 3.10.2011 )
Verabschiedet sich Vattenfall vom Kohlestrom? ( vom 3.10.2011 )
Privatmolkerei Bauer erzeugt Strom ( vom 4.10.2011 )
Sonnenstrom stellt Rettung für Griechenland dar ( vom 4.10.2011 )
Greifswald erhält neues Umspannwerk ( vom 5.10.2011 )
Solaranlage erzeugt erstmals Nachtstrom ( vom 6.10.2011 )
Ökostrom für Ochtrup ( vom 6.10.2011 )
Ostdeutsche müssen mehr für Strom zahlen ( vom 7.10.2011 )
132% Ökostrom im Kreis Neu-Ulm ( vom 7.10.2011 )
Neue Vertriebsgesellschaft erzeugt grünen Strom ( vom 7.10.2011 )
Osnabrücker mal wieder ohne Strom ( vom 7.10.2011 )
Deutsche erhalten im Winter Strom aus Österreich ( vom 9.10.2011 )