Solarthermie soll mehr gefördert werden

6.6.2009 | Redaktion: Patricia vom Merk
Solarthermischen Kraftwerken dürfte die Zukunft gehören, weil sie, aktuellen Prognosen der Umweltorganisation Greenpeace zufolge, bis zu 25 Prozent des weltweiten Energiebedarfs umweltfreundlich, preiswert und vor allem zuverlässig abdecken können. Die notwendigen Kraftwerke, Speicherstätten und Übertragungsnetze sind demnach bereit für den Betrieb.
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Allerdings hat die Regierung für die Nutzung von z.B. Wüstenstrom noch keine Genehmigung erteilt. Andree Böhling, Klimaexperte der Greenpeace, sieht in der Sonne ein enormes Energiepotential und eine kluge Lösung für aktuelle Wirtschafts- und Umweltprobleme. So können solarthermische Anlagen dreimal soviel Energie produzieren wie alle Atomkraftwerke weltweit; sie arbeiten sauberer, sicherer und verursachen vor allem keine Folgekosten.
 
Bis 2050 könnten die Kraftwerke bei einer installierten Gesamtleistung von 1500 Gigawatt etwa 7800 Terawattstunden Strom erzeugen. Im Jahr 2007 hatten alle 439 weltweit aktiven Atomkraftwerke gemeinsam „nur“ 2600 Terawattstunden Energie produziert. Böhling räumt der Solarthermie daher gute Chancen ein, nach Windkraft und Photovoltaik der dritte globale Exportschlager bei den erneuerbaren Energien zu werden.
 
Anders als bei Kohle- oder Atomkraftwerken, brauchen Solarthermieanlagen lediglich in den ersten Jahren eine Art Anschubfinanzierung und verursachen weder Müll noch stoßen sie CO2 aus. Deutschland könnte dann sauberen Wüstenstrom importieren und die Technik für entsprechende Anlagen exportieren, da deutsche Anlagenbauer international führend sind. Greenpeace forderte jetzt daher die Regierungen von Ländern aus aller Welt auf, den Bau von Solarkraftwerken in Wüsten sowie entsprechender Stromverbundnetze voranzutreiben.

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