Testkraftwerk-Bau von Vattenfall wird gestoppt

22.9.2011 | Redaktion: Patricia vom Merk
Halle - Vattenfall, einer der vier großen Energiekonzerne in Deutschland, plante den Bau für ein Testkraftwerk, um Kohlendioxid unterirdisch zu speichern. Die Pläne wurden jedoch auf Eis gelegt. Vattenfall-Sprecherin Katharina Bloemer verkündete, dass es aufgrund der Rahmenbedingungen nicht möglich war, 1,5 Milliarden Euro für das Projekt zu investieren. Dabei deutete sie auf das Gesetz hin, mit dem es möglich ist, die CCS-Technologie zu erproben. Der Bundesrat soll am Freitag dieses Gesetz verabschieden.
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Testkraftwerk-Bau von Vattenfall wird gestoppt

Testkraftwerk-Bau von Vattenfall wird gestoppt

CO2 würde nicht mehr in die Atmosphäre gelangen



Medienberichten zufolge übt der Konzern Kritik an der langen Schadenshaftungsdauer. Zudem soll das Gesetz schon in einigen Jahren noch mal geprüft werden. Im brandenburgischen Jänschwalde betreibt der Energiekonzern ein Braunkohlekraftwerk. Vattenfall fasste das Ziel ins Auge, bis 2015 ein Testkraftwerk errichten zu lassen. Das CO2, welches bei der Braunkohleverbrennung entsteht, wäre abgetrennt und verflüssigt worden. Mit Hilfe von Pipelines wäre es anschließend zu unterirdischen Speichern transportiert, um es dort zu lagern. Mit diesem Vorgang hätte das klimaschädliche Gas nicht mehr die Atmosphäre belastet. Kritiker sind allerdings der Meinung, dass diese Speicher unsicher und eine Bedrohung für Umwelt, Mensch und Klima darstellen.

Technik wird 2017 überprüft



Im Juli wurde das CCS-Gesetz vom Bundestag beschlossen. Zuvor konnten es die Bundesländer jedoch erreichen, dass sie ein Veto gegen diese CO2-Speicherung auf ihrem Gebiet einlegen könnten.  Erst nachdem sichergestellt wurde, dass die CO2-Speicherung unbedenklich ist, fällt die Entscheidung über die Anwendung dieser Technologie. Die Überprüfung dieser Technik soll 2017 stattfinden.

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